Exportbericht (2): Exporte im 1. Quartal '99 um 3,7 % gestiegen

Winkler: EU-Binnenmarkt-Effekt wirkt weiter - Drastische Einbrüche in Osteuropa

Wien (PWK) - Die Schwächephase in der Entwicklung der österreichischen Exporte zu Beginn des heurigen Jahres ist scheinbar überwunden. Im ersten Quartal 1999 konnte bei den Ausfuhren ein Plus von 3,7 Prozent erzielt werden. "Das Exportwachstum hat sich somit gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zwar verlangsamt, das Wachstum ist aber trotzdem bemerkenswert, da die Ausfuhren im Jänner und Februar noch rückläufig waren", berichtete Egon Winkler, Direktor für Außenwirtschaft und Europäische Integration, im Rahmen einer Presse-Präsentation des "Österreichischen Exportberichtes" mit WKÖ-Präsident Leopold Maderthaner in der Wirtschaftskammer Österreich. ****

Das Exportwachstum im ersten Quartal sei, so Winkler, weiter von folgenden positiven Faktoren getragen:

- Nach wie vor wirkt sich der EU-Binnenmarkteffekt günstig auf die Exportentwicklung aus. Die Ausfuhren in die EU wuchsen neuerlich um 7,4 Prozent.

- Die anhaltend stabile US-Konjunktur hatte auch positive Auswirkungen auf Österreichs Exporte dorthin: sie stiegen in den ersten drei Monaten um 7,7 Prozent gegenüber 1998.

- Geradezu sensationell entwickelten sich die Österreich-Exporte nach Fernost, wohin wir einen Anstieg von 18,2 Prozent verzeichnen konnten. Als besonders erfreulich wertete es Winkler, daß die Exporte nach Japan - dem wichtigsten Markt in dieser Region - sogar um 30,7 Prozent ausgeweitet wurden.

Österreichs Exporteure waren heuer im ersten Quartal aber auch mit "Problemregionen" konfrontiert:

- Aufgrund des Zusammenbruchs der wichtigsten Finanzmärkte Lateinamerikas wurde die jahrelange Aufwärtsentwicklung der österreichischen Exporte abrupt gestoppt. Hier mußte in den ersten drei Monaten ein Rückgang von 22,9 Prozent, nach Mexiko sogar um 42,8 Prozent, hingenommen werden.

- Ein Minus von 11,2 Prozent verzeichneten die heimischen Ausfuhren auch nach Osteuropa. Mit Ausnahme von Rumänien (+4,8 Prozent) und Bulgarien (+2,2 Prozent) waren alle wichtigen Nachbar-und Quasi-Nachbarmärkte rückläufig. Winkler ortete für diese Entwicklung zwei Ursachen: Konjunkturprobleme in diesen Märkten und die zunehmende Konkurrenz anderer EU- und MOEL-Länder.

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