Exportbericht (1): 1998 brachte 300 neue österr. Export-Firmen

Maderthaner: Österreichs Forschungsquote noch weit unter OECD-Durchschnitt - Exportoffensive muß fortgesetzt werden

Wien (PWK) - Allen internationalen Wirtschaftsturbulenzen zum
Trotz konnte sich Österreichs Exportwirtschaft im letzten Jahr sehr gut behaupten. "Nicht weniger als 300 österreichische Unternehmen mit rund 3.000 bis 4.000 Mitarbeitern konnten 1998 zum Neueinstieg in das Exportgeschäft motiviert werden", erklärte Wirtschaftskammer-Präsident Leopold Maderthaner, heute Donnerstag, bei der Präsentation des "Österreichischen Exportberichtes 1998" vor Journalisten. "Die Betriebe erhielten durch den Exporteinstieg neue Geschäftsimpulse und eine sichere Basis für weiteres Wachstum. So werden Arbeitsplätze gesichert und neues Beschäftigungspotential in unserem Land geschaffen", freute sich Maderthaner. ****

Mit 8,4 Prozent Exportwachstum auf 774,7 Mrd Schilling lag Österreich 1998 nicht schlecht im Rennen. Die heimischen Exporteure boten am internationalen Markt konkurrenzfähige Produkte an und agierten flexibel in der Marktbearbeitung. "Ebenso hat sich die Außenwirtschaftsorganisation der WKÖ wiederum sehr bewährt und die Exporteure flexibel und rasch über neue Märkte und Geschäftschancen informiert sowie beim Markteintritt begleitet", bemerkte Maderthaner.

Mit dem jährlich erscheinenden Exportbericht sollen aber auch die Schwächen in Österreichs Außenhandel aufgezeigt und analysiert werden. Der WKÖ-Präsident führte hier vor allem das nach wie vor zu hohe Handelsbilanzdefizit von 67,4 Mrd Schilling an, die ausbaufähige Präsenz auf Überseemärkten, eine zu geringe Exportquote, eine verbesserungswürdige Warenstruktur sowie eine Forschungsquote, die mit 1,5 Prozent des BIP noch weit unter dem OECD-Durchschnitt von 2,3 Prozent des BIP liegt.

"Um ein konstantes Wachstum unserer Exporte, die Österreichs Konjunkturmotor Nummer eins sind, sicherzustellen, muß diesen Schwachpunkten entschieden gegengesteuert werden", betonte Maderthaner. Dies muß vor allem in fünf Bereichen geschehen:

1. Die Exportoffensive der Bundesregierung muß über das Jahr 2000 hinaus verlängert werden, da manche Maßnahmen noch viel zu wenig gegriffen haben.

2. EU-Förderungen und -Programme wie Phare, Tacis, Interprise und Europartenariate sollen verstärkt genützt werden.

3. Forciert müssen auch besonders die Dienstleistungsexporte werden, zB durch eine wirkungsvolle Technologieoffensive.

4. Insgesamt muß die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich weiter erhöht werden (Senkung der Lohnnebenkosten, etc.)

5. Wir müssen weiter an einem Gesinnungswandel der Österreicher arbeiten, daß Globalisierung nicht als Bedrohung betrachtet, sondern als Chance genützt wird.

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