Frischer Wind in Wiens einzigem Frische-Einkaufszentrum

Brauner setzt Initiativen zur Attraktivierung des Meiselmarktes

Wien, (OTS) In einem Pressegespräch informierten am
Donnerstag die Wiener Konsumentenstadträtin Mag. Renate Brauner, Dr. Alfred Huschka von der Wiener Städtischen Versicherung, der Bezirksvorsteher von Rudolfsheim-Fünfhaus, Ing. Rolf Huber und der Centermanager des Marktes Herbert Ulbel eine Reihe von Maßnahmen und Ideen zur Belebung des Meiselmarktes.

Es wurde hervorgehoben, daß die Kombination aus überdachtem Frische-Markt und Einkaufszentrum den Meiselmarkt einzigartig in Wien macht. Insgesamt bieten 20 Geschäfte und 60 Marktstände alles für den täglichen Bedarf – von heimischen Lebensmitteln bis zu Spezialitäten aus aller Welt, von Textilien bis zu Elektrogeräten. Um den Meiselmarkt in Hinkunft für die Kunden noch attraktiver zu machen, wurde jetzt von den Mietern und Marktstandlern gemeinsam
mit dem Magistrat Wien/MA 59 Marktamt und der Bezirksvorstehung
des 15. Bezirks ein Maßnahmenpaket erarbeitet.

Kundenbefragung als Basis für Verbesserungen

Um die Wünsche der Kunden und eventuelle Schwächen des Meiselmarktes exakt kennenzulernen, wurde im März dieses Jahres eine umfangreiche Kundenbefragung durchgeführt. Diese stellt dem Meiselmarkt ein überwiegend gutes Zeugnis aus. Fast alle wichtigen Bereiche wurden mit "Sehr gut” oder "gut” beurteilt, im Vergleich mit anderen Wiener Märkten schneidet der Meiselmarkt sehr gut ab. Mit fast 90 Prozent ist der Stammkundenanteil sehr hoch.****

Unbefriedigend ist der immer noch zu geringe
Bekanntheitsgrad. 70 Prozent der Personen im erweiterten Einzugsgebiet kennen den Meiselmarkt nicht. Kritikpunkte der
Kunden sind u. a. der noch nicht perfekte Branchenmix sowie die uneinheitlichen Öffnungszeiten im Marktbereich und im EKZ. Die U3-Verlängerung in Richtung Ottakring hat dem Meiselmarkt Frequenzrückgänge gebracht, die möglichst schnell wettgemacht werden sollen. Im Marktbereich hat dies auch zu Umsatzeinbußen geführt, im EKZ-Bereich konnten die Umsätze aufgrund eines höheren Durchschnittskaufes gehalten werden. ”Durch die U 3-Verlängerung gelingt es uns aber auch, neue Kundenschichten aus Ottakring anzusprechen”, sieht Centermanager Herbert Ulbel die Entwicklung in Summe gesehen optimistisch.

Verstärkte Kooperation Markt und EKZ-Bereich

Die beiden Bereiche im Meiselmarkt werden getrennt verwaltet:
der EKZ-Bereich obliegt dem Eigentümer, der Wiener Städtischen, der Marktbereich wird durch die MA 59/Marktamt verwaltet. "In Hinkunft werden jedoch Markt und EKZ noch enger zusammenarbeiten,
um Synergien besser zu nutzen", so die einhellige Einschätzung von Brauner und Huschka. Die Positionierung als "Wiens einziges Frische-Einkaufszentrum” wird dabei im Vordergrund stehen.

Besserer Branchen-Mix im EKZ und auf dem Markt

Im EKZ-Bereich wurden bereits einige wichtige Maßnahmen zur Verbesserung des Branchenmixes und zur Steigerung der
Attraktivität des Zentrums gesetzt: Auf der ehemaligen Kaindl-Fläche wurde ein "Timbi Home-Market” errichtet, mit der Modekette "adessa” konnte ein attraktiver und expansiver Mode-Anbieter (junge Mode) als Shoppartner gewonnen werden. Auch der Umbau des Eurospar-Marktes und der Hervis Sportsworld hat die Attraktivität des Meiselmarktes weiter erhöht. Noch in diesem Jahr wird Libro erweitern und auf das Konzept Libro 2000 mit eigenem EDV-Corner umbauen - so die Einschätzung der Eigentümer und des EKZ-Managements.

Markt: Reagieren auf geänderte Kaufgewohnheiten

Als zukünftige Maßnahmen brachte Brauner folgendes vor: Da durch geänderte Konsumgewohnheiten nun auch die Märkte eine Änderung bzw. Erweiterung der Angebotspalette erfahren müssen, die Märkte samt Branchenmix jedoch den Bestimmungen der Marktordnung unterliegen, sollte eine Erweiterung des Angebots für den Meiselmarkt ins Auge gefaßt werden. Brauner: "Künftig können dort etwa Elektronik- und Computerprodukte angeboten werden, um zusätzlich junge und kaufkräftige Zielgruppen zu animieren.

Attraktivierung durch Betriebkostensenkung und Änderung der Öffnungszeiten

Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und folglich Attraktivierung des Marktes trägt ab Juni die Senkung der monatlichen Betriebskosten (von bisher 135 Schilling pro m2 auf nunmehr 120 Schilling pro m2) bei. Dies ist der Disziplin der Marktstandler, die, laut Konsumentenstadträtin, auf ihren Markt schauen und dadurch helfen, Erhaltungskosten niedrig zu halten,
und einer technischen Überprüfung der Betriebsanlage durch das Marktmanagement zur Reduzierung von Energiekosten zu verdanken.

Eine Meinungsumfrage unter den Marktstandlern soll Klärung bringen, inwieweit die Marktöffnungszeiten an die Öffnungszeiten des EKZ an Samstagen bis 17 Uhr angepaßt werden sollen. Bei einer generellen Zustimmung der Betroffenen und der Zustimmung der Sozialpartner könnte diesbezüglich die Marktordnung geändert werden.

Der Bezirksvorsteher von Rudolfsheim-Fünfheim, Rolf Huber, schloß sich mit der Vorstellung an, dass der Meiselmarkt immer
mehr zum Kultur- und Veranstaltungszentrum des Bezirkes werden müsse. So sollen in engster Kooperation mit der Bezirksvorstehung und lokalen Vereinen und Institutionen laufend Veranstaltungen durchgeführt werden.

Werbeoffensive gestartet

Primäre Ziele aller Werbemaßnahmen sind die rasche Erhöhung des Bekanntheitsgrades und eine effiziente Kommunikation der Kundenvorteile, wie etwa die einzigartige Verbindung aus Frische-Markt und Einkaufszentrum und die Möglichkeit des Gratis-Parkens. Der aus Betrieben des EKZ bestehende Werbebeirat soll mit Mitgliedern des Marktes ergänzt werden, so die Idee. Das Marktamt wird sich bemühen, engagierte Unternehmer mit Meinungsbildungsfunktion im Markt zu finden.

Sie könnten gemeinsam mit dem Centermanagement und dem Marktmanagement Werbekonzepte, Events und deren Durchführung planen. Eine weitere Initiative wäre die Einführung eines Werbeschillings, der ausschließlich der Umsetzung der Werbe- und PR-Projekte dient. Als Vorbildmodell dafür wird der Blumengroßmarkt Inzersdorf erwähnt. Dessen Mieter zahlen derzeit 10 Schilling pro m2 Marktfläche im Monat als freiwilligen Beitrag zur gemeinsamen Bewerbung. (Schluß) wb

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