ARBÖ warnt vor zu geringem Versicherungsschutz im Ausland

Aufstellung der Mindestdeckungssummen in den Urlaubsländern

Wien (ARBÖ) - Wer eine Autoreise tut, der kann etwas erleben.
Daß das nicht immer etwas Angenehmes ist, weiß der Autolenker spätestens dann, wenn er nach einem Verkehrsunfall auf den Schadenersatz warten muß.

In manchen Urlaubsländern sind die gesetzlichen Mindestversicherungssummen in der Kfz-Haftpflichtversicherung
extrem gering, warnt der ARBÖ. Die Experten des ARBÖ empfehlen deshalb dringend den Abschluß einer Reise-Kaskoversicherung.

Gerade in einigen der liebsten Urlaubsländer der Österreicher ist Vorsicht geboten: So sind etwa in Griechenland, der Türkei, in Kroatien und Slowenien, aber auch in Spanien und Tunesien die Mindestversicherungssummen wesentlich niedriger als in Österreich. Extrem niedrige Deckungssummen im Vergleich zum österreichischen Standard findet man vor allem in den ehemaligen Ländern des Ostblocks. So ersetzt zum Beispiel die gesetzliche Kfz-Haftpflichtversicherung in Rumänien Personenschäden nur bis etwa ATS 25.000,-, für Sachschäden beträgt die Versicherungssumme sogar nur umgerechnet ATS 253,-.

Mag. Elisabeth Brugger-Brandau: "Wer in Ländern mit niedrigen Deckungssummen in einen Unfall verwickelt ist, geht ein hohes finanzielles Risiko ein. Der Schadenersatz ist beim
schuldtragenden Unfallbeteiligten als Privatperson kaum möglich."

Wie kann man sich schützen?

Eine Reise-Kaskoversicherung des ARBÖ kann ”maßgeschneidert” und problemlos vor der Urlaubsreise beim ARBÖ abgeschlossen
werden. Sie gilt bereits ab dem Tag der Einzahlung.

Einige Versicherungen, wie etwa die Wiener Städtische, bieten seit kurzem ein Zusatz-Schutzpakete zur Kfz-Haftpflichtversicherung, mit dem man nach Personenschäden im Ausland die Ansprüche direkt bei der Versicherung geltend machen kann. Der Auslands-Zusatzschutz übernimmt auch Schmerzensgeldansprüche und Leistungen bei eventuellem Verdienstentgang. Die Prämie richtet sich nach der gewählten Versicherungssumme und den Ländern. Besonders wichtig: Die Leistungen werden nach österreichischem Recht bemessen.

Einen guten Standard haben, bis auf einige Ausnahmen, die Versicherungssummen in den Mitgliedsländern der Europäischen Union. Nur in Griechenland, Italien, den Niederlanden und Portugal liegen die Mindestversicherungssummen unter jener Österreichs. In Belgien, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland und
Luxemburg ist die Deckung, zumindest für Personenschäden, sogar nach oben unbegrenzt.

Unterschiedlich ist in den Ländern auch der Umfang der in den angegebenen Summen enthaltenen Schäden. So wie in Österreich ist die Versicherungssumme in einigen Ländern als Pauschalsumme pro Unfallereignis angegeben. Die gesamte Summe kann auch dann ausgeschöpft werden, wenn nur eine Person verletzt ist oder wenn nur ein Sachschaden vorliegt. In der folgenden Übersicht ist eine solche Pauschalsumme unter dem Titel "Ereignis" angeführt.

In vielen Ländern wird hingegen jeweils eine Versicherungssumme für Personenschäden und eine Versicherungssumme für Sachschäden getrennt angegeben.
Wenige Länder, zum Beispiel Deutschland oder die Türkei, unterschieden weiters, ob ein Personenschaden einer Person oder
ein Unfallereignis mit Personenschaden mehrerer Personen vorliegt. In diesen Fällen gibt es eine Angabe zum Personenschaden und eine weitere Angabe für das gesamte Unfallereignis (mit mehreren Personen).

Mindestdeckungssummen in der EU:
(umgerechnet in ATS)

Land Personenschaden Sachschaden Ereignis -----------------------------------------------------------
Belgien ....... unlimitiert ..... unlimitiert .. x
Dänemark ...... 133.311.122 ..... 25.921.607 ... x
Deutschland ... 35.177.648 ..... 7.035.530 ... 105.532.945 Finnland ...... unlimitiert ..... 46.286.326 ... x
Frankreich .... unlimitiert ..... 6.293.233 ... x
Griechenland .. 6.358.734 ..... 1.271.747 ... x
Großbritannien unlimitiert ..... 5.291.609 ... x
Irland ........ unlimitiert ..... 1.572.478 ... x
Italien ....... x ..... x ... 10.659.903 Luxemburg ..... x ..... x ... unlimitiert Niederlande ... x ..... x ... 12.488.304 Portugal ...... x ..... x ... 8.236.330 Schweden ...... x ..... x ... 472.889.627
Spanien ....... 4.631.260 ..... 1.323.217 ... x ------------------------------------------------------------ Österreich .... x .......... x ....... 15.000.000

Mindestdeckungssummen in ausgewählten Ländern:
(umgerechnet in ATS)

Land .... Personenschaden Sachschaden Ereignis -------------------------------------------------------------- Bosnien-
Herzegowina ... 1.934.771 ...... 1.160.862 ... x
Bulgarien ..... 176.959 ...... 106.175 ... x
Island ........ 95.126.328 ...... 19.275.128 ... x
Jugoslawien 1) x ...... x ... 1.329.241 Kroatien ...... 2.547.530 ...... 1.364.748 ... x
Malta ......... unlimitiert ...... 1.642.041 ... x
Mazedonien .... x ...... x ... 703.553 Norwegen ...... unlimitiert ...... 1.696.708 ... x
Polen ......... x ...... x ... 8.256.180 Rumänien ...... 25.326 ...... 253 ... 67.535 Schweiz 2) .... x ...... x ... 25.842.557 Slowakei ...... x ...... x ... unlimitiert Slowenien ..... 2.408.906 ...... 1.603.603 ... x
Tschechien .... x ...... x ... unlimitiert Tunesien ...... x ...... x ... 547.565
Türkei 3) ..... 95.646 ...... 15.941 ... 478.231
Ungarn ........ x ...... x ... unlimitiert
Zypern ........ unlimitiert ...... 1.194.470 ... x

1) doppelte Summe bei mehreren Opfern
2) üblich sind Polizzen mit unlimitierter Deckung
3) dieselben Summen zusätzlich noch einmal für Behandlungskosten

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