Wien als Partner der Wirtschaft bei Lebensmitteln

Brauner präsentiert Leistungsbilanz der MA 38 als Servicestelle für Betriebe

Wien, (OTS) "Wien bietet den KonsumentInnen einen hohen Grad
an Sicherheit, was die Produktion und auch den Handel mit Lebensmitteln betrifft", hoben Mittwoch die Wiener Konsumentenstadträtin Mag. Renate Brauner und der Präsident der Wirtschaftskammer Wien, KR Walter Nettig, in einem Pressegespräch hervor. Gerade in Zeiten gesteigerter Verunsicherung der
Konsumenten und der Wirtschaft würde die Produktsicherheit an der engen Partnerschaft zwischen den Betrieben und der Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Stadt Wien, MA 38 hängen.

Besonders im sensiblen Lebensmittelbereich ist es notwendig, den ständig wachsenden Anforderungen der KonsumentInnen zu entsprechen. Brauner: "Heute wird von den VerbraucherInnen nicht
nur gefordert, dass Lebensmittel gesund sind, sondern hinsichtlich der Zusammensetzung und Qualität auch exzellent und in einer ansprechenden Form angeboten werden."

MA 38: Kontrollbehörde und Servicestelle in einem

Die MA 38 - Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Stadt Wien (LUA) hat sich neben ihren intensiven Kontrollen und
Untersuchungen immer als fundierter und flexibler Partner der Lebensmittelindustrie verstanden.

Unter den über 14.000 im Jahr 1998 untersuchten Lebensmittelproben waren allein 2.628 private Probeneinsendungen
aus unterschiedlichen Bereichen der Lebensmittelbranche und der Gastronomie. Diese Privatproben wurden zumeist im Rahmen der Eigenkontrolle der Firmen eingebracht.

Auch im ersten Halbjahr 1999 wurden bereits 7.500 Proben
(davon 1.215 Privatproben) untersucht, das bedeutet einen weiteren kontinuierlichen Anstieg gegenüber 1998. Weiters wurden 160 amtliche und private Hygienekontrollen durchgeführt, um 20 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Anzahl der bei Revisionen gezogenen Proben stieg durchschnittlich um 25 Prozent.

Lebensmitteltechnologie, Lebensmittelhygiene, Rückstandsanalytik, Bakteriologie und weitere verwandte Fachdisziplinen gehören zu den Kernbereichen. Aber auch beratende Tätigkeit bei der Erfüllung gesetzlicher Regelungen und auch bei der Erstellung von Deklarationsvorschlägen gehören dazu.

EU-Reife in der Lebensmitteluntersuchung

Der EU-Beitritt Österreichs und die dadurch bedingten Anpassungen im Lebensmittelrecht und nicht zuletzt auch die neue nunmehr vollinhaltlich geltende Lebensmittelhygieneverordnung führen dazu, Qualität und Sicherheit im Betrieb zu überdenken und zu überprüfen.

Die MA 38 - LUA verfügt über ein funktionierendes Qualitätssicherungssystem nach Europäischem Standard (Normenreihe EN 45 000), welches ständig aktualisiert wird und hat bereits seit 1998 die Anerkennung (Akkreditierung) als ein dem EU-Standard entsprechendes Unternehmen.

Was angesichts der momentanen Diskussion anlässlich eines Falles von Lebensmittelvergiftung in Wiener Schulen besonders hervorzuheben ist, ist der Umstand, dass die LUA im Rahmen der Aktion "ständig kontrolliert" Betriebe in einer begleitenden Kontrolle zwei Mal jährlich besucht. Diese Aktion soll jedoch
nicht nur im Sinne der Verbesserung der Betriebshygiene, sondern auch zur Verhinderung von Schädigungsmöglichkeiten durch Unsauberkeit, Salmonellen und negativen Umwelteinflüssen gesehen werden.

"Unsere MitarbeiterInnen sind direkte Ansprechpartner, wenn Hilfestellung bei der Planung und Installation von Eigenkontrollsystemen und Hygienekonzepten in Großküchen oder auch effektive Mitarbeiterschulungen in Betrieben gefragt sind. "Durch Herausgabe einer neuen Broschüre, die bewußt Lebensmittelproduzenten, Händler, Handelsketten, aber auch die Gastronomie anspricht, möchte sich die Fachabteilung als Partner der Wirtschaft präsentieren und den unterschiedlichen Betrieben
ein konkretes Leistungsangebot vorstellen", so die abschließende Bemerkung von Brauner.

Wiener Lebensmittelwirtschaft liefert Top-Qualität

Der Präsident der Wirtschaftskammer Wien, Walter Nettig, begrüßte die Bereitschaft zur verstärkten Zusammenarbeit zwischen Lebensmitteluntersuchungsanstalt und den Betrieben. "Wir können hier auf guten Kontakten aufbauen, die wir über lange Jahre gepflegt haben. Schließlich zeigen wir auf dem Lebensmittelsektor wie auch in vielen anderen wirtschaftlichen Bereichen seit Jahren, was die Stadt Wien und die Wiener Wirtschaft in einem Klima der Kooperation um Wohle der Wiener Bevölkerung leisten", so Nettig.

"Die Wiener Lebensmittelhändler sind auf ihren tadellosen Ruf wirtschaftlich angewiesen. Daher tun sie alles, damit der
Konsument garantiert nur beste Qualität in den Regalen findet", erklärte Nettig. So halten die Wiener Betriebe nicht nur die strengen Gesetze selbstverständlich ein, sondern setzen schon seit Jahren auf selbst auferlegte und weit über die rechtlichen Notwendigkeiten hinausgehende Qualitätsmanagementsysteme und zusätzliche Standards.

Nur ein Beispiel: Wirtschaftskammer und AMA haben ein Branchenkonzept für Rinder und Rindfleisch erarbeitet, bei dem der Weg eines Schnitzels von der Geburt des Kalbes über Mast und Aufzucht bis zum Händler und schließlich auf den Teller des Konsumenten lückenlos elektronisch aufgezeichnet wird. Viele Betriebe wenden dies heute schon an, obwohl ein verpflichtender Herkunftsnachweis erst ab 1.1.2000 notwendig wäre. Auch die neue Lebensmittelhygieneverordnung, die mit 1. März 1999 in Kraft trat, hatte eine Reihe von Betrieben schon vorweggenommen.

"Einkaufen ist Vertrauenssache - und der Wiener Wirtschaft
kann man vertrauen", betonte Nettig. Dies beweist schon die Tatsache, daß die an sich bisher nie besonders hohe Zahl der Beanstandungen weiter rückläufig ist. Dazu kommt, daß jeder Betrieb, der in Wien Lebensmittel in Verkehr bringt, im
Durchschnitt zwei Mal pro Jahr kontrolliert wird (die zahlreichen freiwilligen Selbstkontrollen nicht eingerechnet). Ein weiteres augenscheinliches Indiz für die Güte der angebotenen Waren ist die Zahl der Auszeichnungen, die österreichische Produkte bei internationalen Wettbewerben immer häufiger einheimsen.

Dementsprechend steigt auch das internationale Interesse an österreichischen Qualitätsprodukten. Zwischen 1997 und 1998 stieg die Zahl der Exporte sogenannter "höherverarbeiteter Produkte" (z.B.: Bier, Süßwaren, Backerzeugnisse, Energy Drinks, nichtalkoholische Erfrischungsgetränke etc.) in EU-Länder um etwa 20 Prozent. An der weiteren Verbesserung der Qualität wird permanent gearbeitet. So hat die gesamte österreichische Lebensmittelindustrie im Jahr 1998 fast 7,2 Mrd. Schilling investiert - um etwa 2,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Die Wiener Lebensmittelbetriebe sind ein bedeutender Wirtschafts- und damit auch Arbeitsplatzfaktor dieser Stadt.
Derzeit bieten in Wien etwa 4.000 Lebensmittelgeschäfte mit mehr als 15.000 Mitarbeitern tagtäglich Waren bester Qualität an. Die fast 90 Unternehmen der Wiener Lebensmittelindustrie schaffen für fast 8.000 Menschen Arbeitsplätze. Dazu kommen noch etwa 166 Bäcker, 235 Konditoren und 288 Fleischer, die sich ebenfalls um
die leiblichen Genüsse der Wienerinnen und Wiener kümmern. Ein durchschnittlicher Wiener Haushalt gibt monatlich annähernd. 4.500 Schilling für Ernährung aus, das sind fast 16 Prozent des monatlichen Gesamtbudgets. (Schluß) wb/rh

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