ÖGB-Delegation zu Kostelka und Khol

"Aktion Fairness"- Gerechtigkeit am Arbeitsplatz

Wien (ÖGB). ÖGB-Vizepräsident und Vorsitzender der Metaller-Gewerkschaft, Rudolf Nürnberger, und der Leitende ÖGB-Sekretär Richard Leutner übergaben heute den Klubmann der SP, Peter Kostelka, sowie dem Klubobmann der VP, Andreas Khol, eine Resolution, in der zur Unterstützung der "Aktion Fairness" aufgefordert wurde. ++++

Die Resolution im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Klubobmann!

Die "Aktion Fairness"- eine Initiative des Österreichischen Gewerkschaftsbundes fordert gleiche Rechte für 1,2 Millionen Arbeiter und Arbeiterinnen und damit mehr Gerechtigkeit am Arbeitsplatz.

Ziel ist die Beseitigung der ungerechtfertigten arbeitsrechtlichen Unterschiede zwischen ArbeiterInnen und Angestellten besonders
bei:

Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

Mit welchem Recht bekommen ArbeiterInnen bei Krankenstand nur vier Wochen lang ihr Entgelt, während Angestellte ihr Gehalt ganz selbstverständlich zehn Wochen weiterhin von ihrem Arbeitgeber erhalten?

Kündigungsfristen

Leuchtet es ein, dass ArbeiterInnen nur wenige Tage oder Wochen Kündigungsfrist haben, Angestellte aber zwischen sechs Wochen und fünf Monaten?

Diese bestehenden Unterschiede sind unfair und ungerecht. Deshalb haben der ÖGB und seine Gewerkschaften die "Aktion Fairness" gestartet.

Die Beseitigung der ungerechtfertigten arbeitsrechtlichen Unterschiede zwischen ArbeiterInnen und Angestellten wurden auch
ins Regierungsprogramm aufgenommen. Auch die Wirtschaft würde mit der Umsetzung der ÖGB-Initiative "Aktion Fairness" profitieren, denn der zuletzt präsentierte ÖGB-Vorschlag hätte sogar zu einer realen Lohnnebenkostensenkung geführt.

Der ÖGB will die Rechte für 1,2 Millionen Arbeiter und Arbeiterinnern verbessern, aber die Wirtschaftskammer blockiert.

Statt gleichen Chancen will die Wirtschaftskammer

Urlaube verkürzen
Feiertage abschaffen
Krankenstandstage nicht bezahlen.

Der ÖGB fordert daher im Interesse aller Beschäftigten

mehr Fairness für ArbeiterInnen und Angestellte am Arbeitsplatz und

die rasche Umsetzung der "Aktion Fairness". (bfm)

ÖGB, 29. Juni 1999 Nr. 329

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