Hostasch: Qualität der Lehrberufe wichtigstes Erfolgskriterium

Wien, 29. Juni 1999 (BMAGS).- In einer gemeinsamen Sitzung der Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales, des Bundesministers für wirtschaftliche Angelegenheiten sowie hochrangiger Vertreter von AK, IV, ÖGB und WKÖ wurde am 28. Juni 99 folgende Vorgangsweise zur Einführung neuer Lehrberufe vereinbart:

1. Einrichtung einer Arbeitsgruppe (Sozialpartner,

Firmenvertreter, Ministerien), die kurzfristig Konsens über
jene in Diskussion stehenden Berufe erzielen soll, die zwar
als sinnvoll erachtet werden, bei denen aber noch wesentliche Adaptierungen der Ausbildungsinhalte erfolgen müssen. Derzeit bestehen noch Überschneidungen mit bestehenden oder geplanten Berufen, die bei potentiellen Lehrlingen und Lehrbetrieben gleichermaßen Verwirrung und Entscheidungsprobleme hervorrufen würden.

Dies betrifft die Berufe
* InformatikerIn
* Informations- und Telekommunikations-ElektronikerIn
* Informations- und Telekommunikations-Kaufmann/frau
* MechatronikerIn
* Bühnen- und VeranstaltungstechnikerIn

Die Gutachten des Bundes-Berufsausbildungsbeirats zu Gruppenberufen sollen inhaltlich - inklusive Rahmenbedingungen -umgesetzt werden, über Berufsbezeichnungen soll dabei nicht mehr diskutiert werden.

Dies betrifft die Gruppenberufe mit Fachrichtungen
* ElektroanlagentechnikerIn
* FertigungstechnikerIn
* KommunikationstechnikerIn (Ergänzung)

2. Alle einhellig positiven Beiratsgutachten werden unmittelbar

umgesetzt.

Dies betrifft die Berufe
* KarosseriebauerIn
* KunststoffverarbeiterIn
* SchilderherstellerIn
* VulkaniseurIn
* ZerspanungstechnikerIn
* ReprografIn

3. Auf besonderen Wunsch des BMwA wird die rasche Einigung

und Erlassung des Berufes FertighausbauerIn angestrebt.

4. Auf besonderen Wunsch der Arbeitnehmervertreter wird ein

beschleunigtes Begutachtungsverfahren und rasche Erlassung des Gruppenberufs Einzelhandelskaufmann/frau mit folgenden Fachrichtungen (FR) angestrebt:
* FR Allgemein
* FR Baustoffe
* FR Einrichtungsberatung
* FR Lebensmittel
* FR Textilien

Generell betonte Arbeitsministerin Lore Hostasch die
Notwendigkeit, bei der Zulassung neuer Lehrberufe die arbeitsmarktpolitische Relevanz im Auge zu behalten und vor allem Verdrängungs-, Überschneidungs- und Mitnahmeeffekte in Ausbildung und Beruf zu vermeiden. Hostasch: "Die bisherigen Erfahrungen mit den neuen Lehrberufen haben gezeigt, dass nur qualitativ hochwertige, zukunftsträchtige, überbetrieblich und überregional verwertbare Ausbildungen von der Jugend tatsächlich angenommen werden. Das sind klarerweise die Kriterien, an denen wir uns auch
in Zukunft orientieren werden."

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