Hostasch: ESF-Mittel erfolgreich eingesetzt-

Seit EU-Beitritt 12,6 Milliarden in Zielprogrammen umgesetzt

Wien, 29. Juni 1999 (BMAGS).- Die erfolgreiche Umsetzung des Europäischen Sozialfonds konnte auch 1998 mit einer Gesamtsumme von 3,9 Milliarden Schilling - davon 1,7 Milliarden Schilling Anteil
der ESF-Mittel - fortgesetzt werden. Damit wurden seit dem EU-Beitritt in Österreich insgesamt 12,6 Milliarden Schilling (5,5 Milliarden aus dem ESF) in den Zielprogrammen umgesetzt, was einer Ausschöpfung von 75 Prozent der Gesamtkosten und 80 Prozent der ESF-Mittel entspricht, die in der gesamten Periode zur Verfügung stehen. Eine Ausschöpfung der Mittel bis Ende der Strukturfondsperiode (Ende 1999) ist damit jedenfalls sichergestellt.

Auswertung der Integrationswirkung für das Förderjahr 1997

Hinsichtlich der Integrationswirkung des Europäischen
Sozialfonds liegen nun die Auswertungen der Verbleibsdaten für das Förderjahr 1997 vor. Die Auswertung von 35.446 TeilnehmerInnen gibt Auskunft über den Status sechs Monate nach Förderende. Von diesen geförderten Personen waren demnach ein halbes Jahr nach Ende der Maßnahmen 57,5 Prozent in Beschäftigung (davon knapp 1 Prozent selbständig), ein relativ geringer Anteil von 5,6 Prozent in einer Ausbildung und knapp unter 27 Prozent arbeitslos.

Die Integrationswirkung konnte in den ersten drei ESF-Jahren
somit laufend verbessert werden und stieg von 50,4 Prozent Wiederbeschäftigung im Jahre 1995 auf 57,5 Prozent im Jahre 1997.

Nach der Zahl der geförderten Personen hatte Ziel 3 mit 71,4 Prozent überragende Bedeutung. 21,3 Prozent der geförderten Personen waren über Ziel 5b gefördert worden, nur 4 Prozent über Ziel 2 und 3 Prozent über Ziel 1. Die höchste Wiederintegration in den Arbeitsmarkt gelang in Ziel 5b und Ziel 1 mit 60 Prozent, die geringste in Ziel 2 mit 50,8 Prozent. In Ziel 3 lag die Wiederbeschäftigungsquote bei 57 Prozent. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass sich die Ziel 3-Maßnahmen auf Personengruppen beziehen, die am Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind, sind diese ausgewiesenen Integrationsquoten als ausserordentlich hoch einzuschätzen.

Frauen stellten 1997 in allen Zielen die Mehrheit der
geförderten Personen, wobei der durchschnittliche Frauenanteil bei 60,4 Prozent lag. Auch hinsichtlich des Verbleibes in Beschäftigung waren Frauen im ESF-Gesamt bei den unselbständig Beschäftigten mit 62,6 Prozent überrepräsentiert. "Diese Zahlen zeigen, dass die Mittel des ESF in Verbindung mit den nationalen Geldmitteln für aktive Arbeitsmarktpolitik ein wichtiges Instrument zur Förderung der Frauenbeschäftigung darstellen", bestätigte Hostasch.

Dass der Integrationserfolg bei weiblichen Teilnehmern somit deutlich höher ist als bei männlichen liegt nach Ansicht von Fachleuten vor allem an der Kinderbetreuungsbeihilfe, die ESF-kofinanziert wird und eines der erfolgreichsten Instrumente zur Wiederintegration in den Arbeitsmarkt darstellt.

"Der erfreulicherweise hohe Ausschöpfungsgrad der ESF-Mittel
ist ein Beleg dafür, dass wir alle Anstrengungen unternehmen, der Arbeitslosigkeit in unserem Land wirksam zu Leibe zu rücken", bekräftigte Hostasch abschließend.

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