Hostasch und Bartenstein: Finanzierungsfragen zur In-vitro- Fertilistation geklärt-

Fonds übernimmt 70 % der Kosten

Wien, 29. Juni 1999 (BMAGS).- Sozial- und Gesundheits-
ministerin Lore Hostasch und Familienminister Dr. Martin
Bartenstein haben heute die letzten offenen Fragen zur In-vitro-Fertilisation (IVF) geklärt. "Die modernen, kostenintensiven Methoden der Reproduktionsmedizin geben zwar kinderlosen Paaren
gute Chancen zum ersehnten Nachwuchs, führen aber zu erheblichen finanziellen Aufwendungen. Ab Beginn des nächsten Jahres soll daher ungewollt kinderlosen Paaren dadurch geholfen werden, dass 70 % der Kosten übernommen werden", stellte Sozialministerin Lore Hostasch nach dem Gespräch mit Familienminister Bartenstein fest.

"Mit der heutigen Einigung kann sichergestellt werden, dass
der von vielen Paaren ersehnte Kinderwunsch nicht länger ein Privileg der Reichen ist", stellte Minister Bartenstein fest.

Im IVF-Fonds-Gesetz sollen folgende Regelungen getroffen
werden:

* Für die Mitfinanzierung der IVF soll beim Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales ein gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie verwalteter Fonds eingerichtet werden, der 70% der Kosten übernehmen soll, wenn diese In-vitro-Fertilisationsversuche von Leistungserbringern im Inland durchgeführt werden.

* Die Mittel des Fonds sollen durch Überweisungen aus dem Ausgleichsfonds für Familienbeihilfen und der Krankenversicherungsträger je zur Hälfte aufgebracht werden.

* Anspruch auf Kostentragung soll für höchstens vier Versuche pro Paar und Schwangerschaft dann bestehen, wenn die Frauen das vierzigste und die Männer das fünfzigste Lebensjahr noch nicht abgeschlossen haben. Darüber hinaus muss die Ursache der Unfruchtbarkeit des Paares eine gesicherte medizinische Indikation (verschlossene Eileiter oder schwere männliche Sterilität) sein.

* Eine Unterstützung sollen Personen erhalten, für die eine Leistungszuständigkeit der gesetzlichen Krankenversicherung oder einer Krankenfürsorgeeinrichtung im Krankheitsfall besteht.

* Ein besonderer Schwerpunkt soll auf die Qualitätssicherung bei den Leistungserbringern gelegt werden. Aus diesem Grund soll beim Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales ein Register über die Vertragsanstalten, die zur Durchführung der IVF berechtigt sind, geführt und veröffentlicht werden.

"Die Empfehlungen des Obersten Sanitätsrates liefern gute
Kriterien für eine medizinische Anwendung und sind in dem Gesetzesentwurf umfassend eingeflossen. Dadurch ist auch sichergestellt, dass zum Wohl der Paare nach dem letzten Stand der medizinischen Wissenschaft vorgegangen wird", meinte Lore Hostasch abschließend.

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