Begabtenförderung in Niederösterreich

Stricker: NÖ für kommende Aufgaben bestens gerüstet

St.Pölten (NLK) - Bei einer Pressekonferenz im ÖVP-Klub des Parlaments erörterten gestern der Amtsführende Präsident des Landesschulrates für Niederösterreich, Hofrat Adolf Stricker, und ÖVP-Bildungssprecher Nationalratsabgeordneter Dr. Josef Höchtl die Bemühungen Niederösterreichs rund um die Begabtenförderung. Angespornt durch die Ergebnisse des größten Fremdsprachenwettbewerbes Österreichs trete der Landesschulrat für Niederösterreich auf dem Gebiet der Förderung besonders leistungswilliger und -fähiger Schüler allen Anregungen und Vorschlägen sehr positiv gegenüber und führe möglichst viele Projekte einer Verwirklichung zu, um für die kommenden Herausforderungen bestens gerüstet zu sein, hielt Stricker in diesem Zusammenhang fest.

Die Leitlinie, so Stricker weiter, sei dabei wie folgt: "Durch Lehrerurteil aufgrund von Beobachtung werden Schüler mit ausgeprägter, über dem breiten Durchschnitt gelegener Leistungsfähigkeit und -willigkeit auf kognitivem, sprachlichem, musisch-kreativem, handwerklich-künstlerischem und sozial-emotional-affektivem Gebiet einer besonderen Förderung ihrer Begabungsrichtung und ihrer Gesamtpersönlichkeit zugeführt. Die Teilnahme der Schüler an dieser Förderung hat völlig freiwillig zu erfolgen."

Inhaltlich und anforderungsmäßig müsse diese Förderung über den Lehrplan der Schulstufe des Schülers hinausgehen, dürfe aber nachfolgende Lehrplananforderungen dieser Schulart nicht vorwegnehmen. Zeitlich sollten diese Fördermaßnahmen längerfristig angelegt werden, können aber in Form einzelner Projekte und Arbeitsgemeinschaften auch über kürzere Distanzen reichen. Organisatorisch könnten die Schüler bei diesen Fördermaßnahmen schulstufenrein, schulstufenübergreifend oder schulübergreifend betreut werden. Schulrechtlich könnten diese Fördermaßnahmen die Form eines Freigegenstandes, einer Neigungsgruppe, einer verbindlichen oder unverbindlichen Übung, eines aktuellen Fachgebietes oder eines Schulversuches haben, dabei kann auch mit außerschulischen Einrichtungen und Institutionen ganz oder teilweise zusammengearbeitet werden.

Seitens des Pädagogischen Institutes wird für das weiterführende Schulwesen seit dem Vorjahr eine Ausbildung zum Begabtenförderer angeboten. Seit einigen Wochen ist die Möglichkeit zur Erlangung des ECHA(European Council for High Ability)-Diplomes, das europaweit anerkannt wird, auch für LehrerInnen an Pflichtschulen gegeben. Am 1. Juli startet zudem am Semmering erstmals eine Sommerakademie für hochbegabte SchülerInnen an AHS und BHS.

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