OMV Betriebsrat: Ausgliederung des Gasbereiches gefährdet gesamte OMV

Betriebsversammlungen für 30. Juni einberufen

Wien (Gewerkschaft der Privatangestellten, Metallergewerkschaft, Chemiegewerkschaft/ÖGB). Dramatische Folgen für den gesamten Konzern befürchtet der Zentralbetriebsrat der OMV auf Grund der geplanten Ausgliederung des Gasbereichs. Insgesamt könnte die gesamte Energieversorgung Österreichs gefährdet sein. Aus diesem Grund wurden für nächsten Mittwoch an allen Unternehmensstandorten Betriebsversammlungen einberufen. Ein Arbeitskampf ist in weiterer Folge nicht auszuschließen. ++++

Die große Sorge der OMV-Belegschaftsvertretung besteht darin, dass auf Grund der Ausgliederung des konstant Gewinn bringenden Gasbereiches der gesamte Konzern und damit auch dessen Arbeitsplätze gefährdet sind. "Alle anderen OMV-Bereiche sind starken wirtschaftlichen Schwankungen unterworfen. Das jährliche Wachstum bei Gas liegt jedoch bei zwei bis drei Prozent. Damit
sind auch die so dringend notwendigen Investitionen im gesamten Konzern gesichert. Dies war zumindest in der Vergangenheit so – wir werden nicht zulassen, dass hier Veränderungen stattfinden", meint Zentralbetriebsratsvorsitzender Leopold Abraham.

Für die Betriebsräte sind Ausgliederungen weiterer OMV Bereiche wahrscheinlich. Besonders bedenklich scheint in diesem
Zusammenhang eine Aussage von GD Dr. Richard Schenz, nach der auch eine Ausgliederung der Raffinerie Schwechat nicht auszuschließen ist. Dabei liegt der Schluss nahe, dass sich der Vorstand seiner Verantwortung entzieht und die Verlängerung von Managerverträgen in Vordergrund steht.

"Auch die Politik ist nun gefordert: Weder Management noch Politikern, steht das Recht zu Österreichisches Volksvermögen leichtfertig wegen eines kurzfristigen, wirtschaftlichen
Highlights zu verschleudern!", so Abraham.
Die OMV-Belagschaftsvertetung ist entschlossen, diesem Vorhaben
des Vorstandes mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten: "Wenn notwendig, werden wir auch vor einem Arbeitskampf nicht zurückschrecken", bringt Leopold Abraham die einhellige Meinung
der Betriebsräte auf den Punkt.
Als erster Schritt wurden für kommenden Mittwoch, 30. Juni 1999,
an allen OMV-Standorten Betriebsversammlungen einberufen, selbstverständlich stehen alle involvierten Gewerkschaften – Privatangestellte, Metaller, Chemie – voll hinter den betroffenen Mitarbeitern.

ÖGB, 28. Juni 1999 Nr. 320

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