Fernverkehrsbahnhof Wien dringend nötig

Wien, (OTS) Wenn bis 2007 der Semmeringtunnel verkehrswirksam werde, müßten auch bereits ein leistungsfähiger Fernverkehrsknoten Wien und damit der Fernverkehrsbahnhof Wien vorhanden sein, erklärte Labg. Dipl.-Ing. Rudolf Schicker, Vorsitzender eines der beiden gemeinsamen Ausschüsse der Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland, Montag bei einem Pressegespräch der Wiener SPÖ. Schicker, der sich zum Semmeringtunnel bekannte, forderte Planungsstadtrat Görg auf, für die Beschleunigung beim Bahnhof Wien zu sorgen, der laut Görg erst 2010 verkehrswirksam werde. Schicker wies auch auf die Bedeutung des TEN-Knotens Wien hin.

Zum Thema Verkehrs- und Siedlungspolitik in der Ostregion verlangte der SPÖ-Abgeordnete u.a. die Ausweitung der Kernzone (Zone 100 = Wien) des Verkehrsverbundes Ostregion, zu der sich die Landeshauptleute bereits bekannt hätten. Er sprach sich außerdem für die Prüfung der Ausweitung des U-Bahn-Netzes an und über die Stadtgrenze aus: Die SPÖ sei bereit, hier mit einem Tabu zu brechen, eine U6-Verlängerung bis zur SCS wäre ernsthaft zu prüfen, wobei die Finanzierung aber durch Niederösterreich erfolgen müsse. Der Mandatar forderte außerdem die Einrichtung eines Verkehrsbeirates Ost. Der in Niederösterreich bereits tätige Regionalmanager für den Südraum sollte auch für die Bezirke 10, 11 und 23 eingesetzt und für den Raum nördlich der Donau ein Wiener als Regionalmanager beauftragt werden. Außerdem seien Bürgermeister-Konferenzen im Südraum, im Wienerwald-Bereich und im Raum nördlich der Donau einzuberufen. Unter dem Stichwort "Interregionaler Finanzausgleich" schlug Schicker die Möglichkeit eines Abtausches bei der Kommunalsteuer zwischen den Gemeinden
vor. Er sprach sich außerdem u.a. für die Entwicklung von Regionalparks und eine höhere Dotierung des Vereins Niederösterreich-Wien, gemeinsame Erholungsräume aus.

Der SPÖ-Abgeordnete urgierte das von Görg versprochene Güterverkehrskonzept und warf dem Vizebürgermeister vor, daß das Planungsressort keine nennenswerten Aktionen zu einer konsequenten Umsetzung der für die Region wichtigen Vorschläge und Forderungen - auf der Grundlage des vom Wiener Landtag bereits beschlossenen entsprechenden Ausschußberichts - setze. Die beiden Regionalausschüsse sollten außerdem zusammengelegt werden, als "Kooperationsausschuß" die Regionalmanager kontrollieren und die Weiterentwicklung einer gemeinsamen Siedlungs-, Verkehrs- und Wirtschaftspolitik für die Region Wien unterstützen. (Schluß) hrs/rr

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