Dubioser Verkauf von Maschinengewehren an amerikanischen Waffenhändler

Fasslabend bricht Ministerratsbeschluß der Koalition

Wien (OTS) - Wie das am Montag erscheinende Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, hat ein Kärntner Waffenhändler im für Waffenexporte zuständigen Innenministerium Anfang Mai einen brisanten Antrag eingebracht. Der Waffenhändler will 2000 Stück schwere Maschinengewehre MG 42 aus Beständen des österreichischen Bundesheers an die amerikanische Waffenfirma 'Interordnance of America' in North Carolina weiterverkaufen. Die Firma 'Interordnance' bewirbt die Wehrmachtswaffen auf ihrer Internet-Homepage bei amerikanischen Waffenfanatikern damit, daß "alle Teile der Waffe die Original Nazi-Zeichen tragen'. Die Maschinengewehre waren 1955 vom österreichischen Bundesheer von der Deutschen Wehrmacht übernommen worden und lagerten seitdem in Heereskasernen. Mit dem Verkauf bricht Verteidigungsminister Werner Fasslabend (ÖVP) einen eindeutigen Beschluß des Ministerrat vom 13. April dieses Jahres, daß Bundesheerwaffen nicht mehr an Privatfirmen verkauft werden dürfen. Der Grün-Abgeordnete Andreas Wabl will den Vorgang der Staatsanwaltschaft Wien zur Überprüfung übermitteln.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

FORMAT Klaus Zellhofer 06 76 416 07 13

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS