Richard Lugner versuchte Wahlkampfkosten als Ausgaben der Lugner-City abzusetzen

Finanzministerium weigerte sich, 10 Millionen Schilling Wahlkampfkosten als Betriebsausgaben anzuerkennen - Begründung: "Wahlkampf war reine Liebhaberei des Herrn Lugner"

Wien (OTS) - Gegenüber der am Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins FORMAT bestätigt Nationalratskandidat Richard Lugner, daß er versucht hat, seine Wahlkampfkosten in der Höhe von 10 Millionen für die Bundespräsidentenwahl 1998 steuerlich abzusetzen. Der Spitzenkandidat der Partei 'Die Unabhängigen' in FORMAT:
'Natürlich habe ich versucht, das steuerlich abzusetzen. Aber das Finazamt hat das leider nicht akzeptiert.'

Richard Lugner argumentierte gegenüber der Finanzbehörde, daß seine Kandidatur dem Einkaufszentrum 'Lugner City' und seiner Baufirma große Umsatzzuwächse beschert habe. Alleine im ersten Halbjahr 1988 konnte die 'Lugner City' ein Umsatzplus von 12 Prozent erzielen. Deshalb, so Lugner, sei es legitim, die durch den Wahlkampf entstandenen Kosten als Betriebsausgaben abzusetzen. Das Finanzamt widersprach Lugner Ansicht: Betriebsausgaben können nur dann geltend gemacht werden, wenn sie für den unmittelbaren Erhalt eines Unternehmens notwendig sind. Das sei bei Lugners Präsidentschaftskandidatur nicht der Fall gewesen. Im Gegenteil. 'Der Wahlkampf war eine reine Liebhaberei des Herrn Lugner', bestätigt ein Beamter gegenüber Format.

Wie Lugner FORMAT mitteilte, hat er in der Zwischenzeit die beanspruchte Summe von knapp 10 Millionen Schilling aus seinem Privatvermögen beglichen. Lugner mußte aber für dieses Geld 25 Prozent Kapitalertragssteuer zahlen. Für den Nationalratswahlkampf 1999 hat Lugner 20 Millionen Schilling veranschlagt. Für diese Summe hat Lugner ein eigenes Konto eingerichtet.

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