Altautorichtlinie muß nachgebessert werden

WKÖ fordert mehr Flexibilität der Umweltminister

PWK - Die Wirtschaftskammer Österreich begrüßt die Ablehnung der Altautorichtlinie im EU-Ministerrat. Diese Richtlinie strebt zwar lobenswerte Ziele an, ist aber unausgereift und mangelhaft. ****

Unzutreffend sei die gestrige Aussage von Umweltminister Martin Bartenstein, daß nur einzelne Autoproduzenten Bedenken gegen die Richtlinie hätten. Auch die österreichische Wirtschaft wäre von der Richtlinie massiv nachteilig betroffen. Diese Meinung teilen unter anderem auch der Österreichische Gewerkschaftsbund und die Bundesarbeitskammer, erinnert der Leiter der umweltpolitischen Abteilung, Doz. Stephan Schwarzer, an eine gemeinsame Sozialpartnererklärung vom 19. November 1998.

Die Einwände gegen die vorliegende Fassung der Altautorichtlinie lassen sich wie folgt zusammenfassen:

+ Die Richtlinie führt zu einer Verteuerung der Neuwagenpreise je nach Fahrzeugtype um bis zu 3 %.

+ Derzeit gibt es im österreichweiten Durchschnitt bereits in jeder zweiten Gemeinde eine Rückgabestelle für Altautos. Da die Richtlinie Klein- und Mittelbetrieben kaum noch Raum läßt, würde die Zahl der Rückgabestellen drastisch sinken und der Aufwand für den rückgabewilligen Pkw-Besitzer entsprechend steigen.

+ Probleme wären auch für die für Österreich vitale Autozulieferindustrie zu befürchten.

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