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Erstes Schleusenkraftwerk der Welt in Wiens Donaukraftwerk Innovative österreichische Kleinturbine als Pilotprojekt

Wien (OTS) - Seit gestern, Donnerstag, beherbergt das Wiener Donaukraftwerk Freudenau das erste Schleusenkraftwerk der Welt. Das EU-geförderte Pilotprojekt des Verbund, Österreichs größtem Stromerzeuger, arbeitet mit einer vielversprechenden österreichischen Innovation, die in Zusammenarbeit mit VOEST-MCE entwickelt und gebaut wurde - der Matrixturbine. Neu ist an der 200 Kilowatt starken Kleinturbine in Größe einer Telefonzelle, daß sie beidseitig durchströmbar ist und dabei Strom erzeugt.****

Ein weiterer Vorteil dieser neuen "rot-weiß-roten" Kaplanturbine liegt darin, daß sie in beliebiger Stückzahl in einer Matrix angeordnet werden kann. Daher können gleichsam im Baukasten-System auf einfache Weise Kleinwasserkraftwerke errichtet werden.

Beim Schleusenkraftwerk in der Freudenau sind 25 Turbinen in einer Matrix von 5 mal 5 Stück angeordnet. Dieser Maschinenblock wurde nunmehr aus der Montagehalle der MCE in Linz per Donauschiff nach Wien transportiert und Donnerstag nachmittag mit einem 400-Tonnen-Kran auf eine der beiden Schleusenkammern des Donaukraftwerks Freudenau gehoben.

"Als umweltfreundlichster Großstromerzeuger in der EU sehen wir vom Verbund es als unsere Pflicht, heimische Innovationen wie die Matrixturbine tatkräftig zu unterstützen und zu fördern", erklärte Verbund-Vorstandsdirektor Dr. Herbert Schröfelbauer, der unter anderem für Forschung und Umwelt zuständig ist. "Die neue rotweißrote Kleinturbine ermöglicht zudem große Exportchancen für unser Know-how und neue, umweltfreundliche Techniken der Stromerzeugung."

Wenn das Schleusenkraftwerk seinen technischen Probebetrieb bestanden hat, soll es jährlich 3,7 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom erzeugen - genug, um 1200 Haushalte zu versorgen. Wasser gibt es dafür genug: Am Kraftwerk Freudenau finden pro Jahr 6000 Schleusungen statt.

Der österreichischen Innovation eröffnet sich ein weites Anwendungsgebiet. Allein in Europa gibt es hunderte Schiffsschleusen, die künftig auch der Stromerzeugung dienen könnten.

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