Pensionsversicherungsanstalt der Angestellten beschliesst Rechnungsabschluss 1998

Pensionsaufwand - erstmals 100 Mrd. überschritten

Wien (OTS) - Die Generalversammlung hat in ihrer Sitzung vom 21. Juni 1999 den Jahresabschluss für das Jahr 1998 einstimmig genehmigt.

An der Spitze der Aufwendungen steht der Pensionsaufwand, der im Jahr 1998 101,79 Mrd. Schilling betrug und gegenüber dem Vorjahr um 4,9 % anstieg. Die durchschnittliche Anzahl der Pensionen stieg im Berichtsjahr auf 565.854, die Höhe der Durchschnittspension auf 12.782,- Schilling.

Den Gesamtaufwendungen von über 112.011 Mio. Schilling (Steigerung gegenüber 1997 von 4,9 %) stehen Erträge von 111.553 Mio. Schilling (Steigerung gegenüber 1997 von 4,9 %) gegenüber.

Es ergibt sich somit ein Mehraufwand von 458 Mio. Schilling. Dies ist gegenüber 1997 eine Steigerung von 21,1 %.

Ausgleichszulagen

Für Ausgleichszulagen hatte die PVAng im Berichtsjahr 622 Mio. Schilling aufzuwenden. Dies ist ein Rückgang um 0,8 % zum Vorjahr. Für diese Reduktion sind die gesunkenen Aufwendungen für die "Zusätzliche Ausgleichszulage" ausschlaggebend, die aufgrund der 54. Novelle nur mehr in geringen Ausmaß gebührte.

Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation

Fast 1,7 Mrd. Schilling hat die Anstalt im Berichtsjahr für Gesundheitsvorsorge und Rehabilitationsmaßnahmen aufgewendet. Gegenüber 1996 bedeutet dies eine Steigerung um 14,9 %. Grund dafür sind vermehrt Heilverfahren in Fremdeinrichtungen.

Während im Jahr 1997 24.053 Heilverfahren in Fremdeinrichtungen gewährt wurden, stieg diese Zahl im Jahr 1998 auf 32.746 Heilverfahren an, was eine Steigerung um 21 % betrifft. Die Vergleichszahlen zu absolvierten Heilverfahren in den eigenen Einrichtungen betragen für 1997 12.282 Heilverfahren und für 1998 11.355 Heilverfahren.

Die Gesamteinnahmen aus Zuzahlungen aus Heilverfahren betrugen im Jahr 1998 rund 106 Mio. Schilling.

In den eigenen Einrichtungen betrugen die Einnahmen aus diesem Titel rund 37 Mio. Schilling, in den Vertragseinrichtungen wurden 69 Mio. Schilling an Zuzahlungen geleistet.

Eigener Verwaltungsaufwand nur 1,17 % - dies bedeutet einen historischen Tiefstand

Der Verwaltungs- und der Verrechnungsaufwand konnte im Vergleich zum Gesamtaufwand um 0,2 % gesenkt werden und betrug 1.916 Mio. Schilling.

Davon entfallen auf den eigenen Verwaltungsaufwand 1.300 Mio. Schilling, was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 3,5 % bedeutet. Damit konnte die Tendenz des seit 1992 - im Vergleich zum Gesamtaufwand - fallenden Verwaltungsaufwandes fortgesetzt werden. Dieses Ergebnis war möglich, weil die seit 1996 verstärkt betriebenen Sparmaßnahmen auch im Berichtsjahr 1998 konsequent fortgeführt wurden.

Erträge

Bei den Erträgen stehen die Beitragseinnahmen aus Pflichtbeiträgen mit einem Betrag von 87.090 Mio. Schilling an der Spitze. Dies bedeutet eine Steigerung von 3,5% gegenüber dem Vorjahr. Die Beitragseinnahmen liegen insgesamt bei 88.315 Mio. Schilling. Stark rückläufig sind die Einnahmen aus dem Einkauf von Schulzeiten, welche mit 211 Mio. Schilling gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 43,5% zu verzeichnen hatten. Aus dem Einkauf von Studienzeiten wurden rund 97 Mio. Schilling eingezahlt, was einen Rückgang gegenüber 1997 von 46,9 % bedeutet. Es gibt nur mehr wenige Neuanträge aus diesem Titel und die Einnahmen beziehen sich überwiegend auf Eingänge von Ratenzahlungen aus den im Jahr 1996 gestellten Anträgen.

Bundesbeitrag und Ausgleichsfonds

Im Berichtsjahr erhielt die PVAng einen Bundesbeitrag von 9,07 Mrd. Schilling. An den Ausgleichsfonds wurden 20,24 Mrd. Schilling bezahlt und aus diesem Fonds 13,08 Mrd. Schilling der Anstalt überwiesen.

Die PVAng hat also in den Ausgleichsfonds 7,16 Mrd. Schilling mehr einbezahlt, als sie refundiert erhielt. Vergleicht man diese Zahl mit der Höhe des Bundesbeitrages, so hätte sich rein rechnerisch nur ein Bedarf von 1,91 Mrd. Schilling an Bundesbeitrag ergeben.

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