Endergebnis der Untersuchung der Fischer-Deponie liegt vor

Rund 1,1 Millionen Tonnen müssen ausgeräumt werden

St.Pölten (NLK) - Das Endergebnis der Untersuchung der größten "Müllgrube" Österreichs, der Fischer-Deponie in Theresienfeld bei Wiener Neustadt, liegt jetzt vor: In der rund 750 Meter langen, etwa 80 bis 110 Meter breiten und bis 18 Meter tiefen Grube warten rund 1,1 Millionen Tonnen Müll auf eine Räumung und müssen anderswo endgelagert werden.

Zum ersten Mal in der Geschichte wurden die riesige Deponie und der Untergrund sowohl im westlichen Bereich als auch im Osten "durchleuchtet". Dabei wurden die Bodenluft-Daten, die Geophysik, die chemische Abfallzusammensetzung und das Ergebnis der Grabungen untersucht und ausgewertet. Das Ergebnis, kurz zusammengefaßt: Rund 400.000 Kubikmeter Abfälle sind Haus- und Gewerbemüll, etwa 120.000 Kubikmeter Bodenaushub und Bauschutt. An die 30.000 Kubikmeter sind der Mischfraktion mit ihrer "Melange" an Müll zuzurechnen. Das gibt in etwa 800.000 Tonnen Aushub, wozu noch der Untergrund der Deponie mit etwa 250.000 Tonnen zu rechnen wäre. Das Fazit: Rund 1,05 bis 1,1 Millionen Tonnen sind in der Fischer-Deponie auszuheben, und in ganz Österreich in geeigneten Deponien endzulagern.

In der Fischer-Deponie lagern nach erster Hochrechnung zudem rund 10.000 Fässer. Die große Unbekannte dabei ist freilich die Tatsache, daß diese Fässer auch in "Nestern" vorkommen können, was die Hochrechnung verändern könnte.

Die Daten der Untersuchung sind natürlich viel genauer. So sind die Eluatklassen der Abfälle genauestens geschätzt. Details dürfen aber wegen der europaweiten Ausschreibung nicht bekanntgegeben werden.

Und wie geht es weiter? Derzeit läuft die EU-weite Ausschreibung auf der Suche nach einem Zivilingenieur als Projektmanager. Dessen Aufgaben sind die Planung, die Koordination der Baustelle und die Überwachung, eine Tätigkeit, die voraussichtlich im Juli beendet ist. Der Projektmanager erstellt zudem auch die Ausschreibung, die im Herbst oder Winter zu den Firmen geht. Im Frühjahr 2000 beginnt die Räumung. Voraussichtlich in Winter 2002 ist die Deponie wieder im ursprünglichen Zustand.

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