Wirtschaftsbund verhindert Fortschritt für ArbeitnehmerInnen

Wien (FSG). "Wie sinnvoll die Angleichung der Rechte von Arbeitern an jene der Angestellten ist, haben auch schon einige Unternehmer erkannt und daher in manchen Kollektivverträgen verankert",
betonte heute Karl Drochter, Leitender Sekretär des ÖGB. Drochter:
"Die Kritik Mitterlehners kann nur als polemische Entgleisung betrachtet werden, denn die Umsetzung der "Aktion Fairness"
schafft für 1,2 Millionen Arbeiter Gerechtigkeit am Arbeitsplatz."++++

Es sei höchste Zeit, die "Aktion Fairness" zu realisieren, so Drochter. Am Verhandlungstisch seien Unternehmervertreter sehr kleinlaut, weil sie unter Argumentationsnotstand leiden, wenn es
um die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten geht, betont der Leitende Sekretär des ÖGB. Noch dazu seien ÖGB-Vorschläge unterbreitet worden, die keine Lohnnebenkosten-Erhöhung für Unternehmen mit sich brächten.

Drochter: "Es gibt keine vernünftige Erklärung für die Aufrechterhaltung unfairer Unterschiede am Arbeitsplatz. Der ÖGB vertritt die Interessen aller unselbstständigen Erwerbstätigen und wird sich massiv für die Beseitigung von ungerechtfertigten arbeitsrechtlichen Unterschieden zwischen ArbeiterInnen und Angestellten einsetzen."

Vor allem müsse es rasch zur Verbesserung der Situation bei der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, bei den Kündigungsfristen
und bei der Entgeltfortzahlung bei persönlicher Dienstverhinderung (Arztbesuche etc.) kommen.

Drochter: "Der Wirtschaftsbund hemmt mit seiner
Verhinderungstaktik Fortschritt und Verbesserungen für alle unselbstständigen Erwerbstätigen."

FSG, 24. Juni 1999 Nr. 53

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