Wirtschaftsbund: ÖGB-Strukturen kein Vorbild für Angleichung

Verzetnitsch soll bei Gewerkschaft mit Angleichung beginnen

Wien (OTS) - "Wenn Präsident Verzetnitsch der Meinung ist, daß es zwischen Arbeitern und Angestellten keinerlei Unterschiede gäbe, dann sollte er gleich selbst eine Vorreiterrolle übernehmen und die Gewerkschaft der Privatangestellten auflösen beziehungsweise alle anderen in die Gewerkschaft der Privatangestellten integrieren", stellte heute WB-Generalsekretär Reinhold Mitterlehner fest.****

Gerade die unterschiedliche Strukturierung in der Gewerkschaft habe maßgeblich dazu beigetragen, daß die heute bestehenden Unterschiede bei der Entgeltfortzahlung, den Kündigungsfristen, der Parallelstruktur von Arbeiter- und Angestelltenbetriebsräten aber auch den Gehältern existieren. Nun auf Kosten der Unternehmer Angleichungen zu erzielen, ohne die eigenen Strukturen verändern zu wollen, sei ein eigenartiges Verständnis von Fairness.

Gegenangebote betreffen unternehmerfinanzierte Beitragsleistungen

Die von Verzetnitsch angesprochene Kostenneutralität hinsichtlich der Entgeltfortzahlung sei insofern nicht akzeptabel als ausschließlich Finanzierungstöpfe wie etwa die Krankenversicherung der Unternehmer angesprochen werden, deren Aufkommen ausschließlich von den Unternehmern finanziert wird.

Darüber hinaus ist die Entgeltfortzahlung nur ein erster Schritt, der zwangsläufig auch die Forderungen im Bereich der Angleichung der Kündigungsfristen und auf Gehaltsebene nach sich zieht.

Allein die Kosten im Bereich der Angleichung der Kündigungsfristen und bei den Kollektivverträgen würden insgesamt rund 8 Milliarden Schilling ausmachen. Ein derartiges Vorgehen, das auch nicht dem internationalen Gleichklang entspricht, würde in Österreich Arbeitsplätze gefährden, schloß Mitterlehner.

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