Berichterstattung über den Erstickungstod des Schubhäftlings Marcus Omofuma in der Kronen Zeitung vom 4.-6. Mai 1999

Wien (OTS) - Die Vollversammlung des Österreichischen
Presserates, hat in ihrer Sitzung vom 23. Juni 1999 festgestellt, daß die Neue Kronen Zeitung mit ihrer Berichterstattung im Fall Marcus Omofuma vom 4.-6. Mai 1999 die Berufspflichten der Presse verletzt und das Ansehen der Presse geschädigt hat.

Begründung:

1.) Der Österreichlsche Presserat ist der Meinung, daß in Teilen der Veröffentlichungen dem Gebot der Gegenrecherche nicht nachgekommen wurde.

2.) Die Neue Kronen Zeitung hat in ihren Veröffentlichungen zum Ausdruck gebracht daß in bestimmten Fällen die Verletzung von Grund-und Menschenrechten gerechtfertigt sein könnten. Der österreichische Presserat ist der Meinung, daß durch die Infragestellung von Grundrechten des betroffenen Schubhäftlings der Ehrenkodex für die Österreichische Presse verletzt und somit das Ansehen der Presse geschädigt wurden.

Im Auftrag der Vorsitzenden Dr. Ute Sassadeck.

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