AK: Preisnachlaß als Trostpflaster für verpatzten Urlaub

Wien (OTS) – Prompt zahlungswillig war ein Reiseveranstalter, nachdem die AK eine Klage eingebracht hat: Für eine verpatzte Irlandreise zahlte der Reiseveranstalter den Konsumenten die von
der AK geforderten 25 Prozent, statt 10 Prozent, vom Reisepreis zurück. Die Urlaubsreise verlief nämlich anders als versprochen:
Weil die Reisegruppe zu klein war, hatte der Reiseveranstalter die Urlauber einfach einer anderen Reisegruppe zugeteilt. ****

Die Katalogbeschreibung der Flug-Bus-Rundreise durch ein "bezauberndes Irland" hatte verheißungsvoll geklungen: 8 Tage um 15.670 Schilling. Die Rundreise würde bei den Urlaubern große Eindrücke hinterlassen – was dann auch so war, jedoch in ganz anderer Hinsicht: Bei der Ankunft am Dubliner Flughafen herrschte bereits Chaos. Die Konsumenten suchten vergeblich ihre
Reiseleitung und mußten nach drei Stunden Suche und nach endlosen Telefonaten mit Wien schließlich erfahren, daß ihre Gruppe mit einer Reisegruppe eines anderen Reiseveranstalters zusammengelegt werden sollte. Trotzdem absolvierten die entnervten Urlauber noch eine mehr als dreistündige Fahrt quer durchs Land. Die Ersatzreise hatte nämlich einen ganz anderen Ausgangspunkt. Eine An- und Abreise über Dublin war gar nicht zweckmäßig und kostete Zeit, die wiederum für geplante Besichtigungen abging. Die Rundreise, die am nächsten Tag startete, konzentrierte sich ausschließlich auf den Südwesten Irlands. Der Programmablauf deckte sich daher nur in einigen wenigen Punkten mit der ursprünglich gebuchten Reise.

Rasche Einsicht
Nach der Rückkehr reklamierten die Urlauber beim Reiseveranstalter und er bot 10 Prozent Preisminderung an. Es war zwar zu Routenänderungen gekommen, aber die Qualität der erbrachten Leistungen hätte dem vereinbarten Standard entsprochen.

Den AK-Konsumentenschützern war dieses Angebot zu dürftig – in einem ähnlichen Fall hatte ein deutsches Gericht den Urlaubern immerhin 25 Prozent zugesprochen. Eine gütliche Einigung
scheiterte aber am Widerstand des Reiseveranstalters. Die AK entschied sich daher zum Musterprozeß und klagte den Reiseveranstalter. Kaum war die Klage eingebracht, kam es zu einem Sinneswandel. Ohne die Entscheidung des Gerichts abzuwarten, anerkannte der Reiseveranstalter die Forderungen der AK und zahlte umgehend die 25 Prozent Preisminderung an die Urlauber aus.

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