Wiener Gemeinderat (10)

Wiener Festwochen GesmbH

Wien, (OTS) GR Dr. Andreas Salcher (ÖVP) erinnerte daran, daß der Auflösungsbeschluß des Kuratoriums einstimmig erfolgt sei. Bei Haftungsfragen sei eine GesmbH sinnvoller. Die politische Verantwortung und Kontrolle waren und sind beim Kulturstadtrat.
Die Mitglieder des Beirates werden, wie Salcher sagte, auch
Bilanzen erhalten, die sie aber nicht beschließen können.

Die Umwandlung sei ein Paradebeispiel für Zugriff auf mehr Macht, urteilte GR Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ). Der Einfluß auf die Festwochen werde größer sein, es heiße "Mehr Macht für Marboe". Er sei für alles verantwortlich und man könne ihn für Erfolg oder Mißerfolg zur Verantwortung ziehen. Die Umwandlung der Rechtsform sei noch keine Reform wie es sich die FPÖ vorgestellt habe.

Ihm hätte das Modell der Bregenzer Festspiele besser
gefallen, stellte GR Ernst Woller (SPÖ) fest. Es sei normal, daß bei einem städtischen Festival der zuständige Stadtrat die Verantwortung zu tragen habe. Marboe hätte dies anfangs abgelehnt und damit zwei Jahre lang öffentlichen Erfolg gehabt. Jetzt nehme er das Heft in die Hand.

GR Jutta Sander (G) brachte zwei Abänderungsanträge ein. Einer sieht vor, daß anstelle eines Beirates ein politisch besetzter Aufsichtsrat zu bestellen sei, Antrag zwei fordert die Streichung der Begriffe Traditionspflege und Traditionsbewahrung.

Abstimmung: Mit Mehrheit angenommen.

Subvention Verein "Betrifft: Neudeggergasse"

GR Heinz Vettermann (SPÖ) beantragte eine Subvention für den Verein "Betrifft: Neudeggergasse" für die Gedenkveranstaltung "Verlorene Nachbarschaft".

Bewohner hätten sich dagegen ausgesprochen, sagte GR Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ). Daraufhin habe sie eine Umfrage gestartet, die negativ ausgegangen sei. Danach habe der Verein,
der ursprünglich vergessen hatte, die Bewohner zu befragen, Aktivitäten gesetzt. Unterreiner warf dem Verein auch schlampige Abrechnungen vor.

Diese Behauptung sei nicht zutreffend, es habe eine Mehrheit gegeben, konterte GR Heinz Vettermann (SPÖ). Er könne auch keine Arten von Schlampereien feststellen, der Verein habe gut
gearbeitet.

Abstimmung: Mit Mehrheit angenommen.

Die Sitzung des Gemeinderates endete um 18.40 Uhr. (Schluß) ull/vo

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