Wiener Gemeinderat (7)

Adaptierung Poliklinik zu Bürohaus für KAV

Wien, (OTS) GR Alessandra Kunz (G) kritisierte im
Zusammenhang mit dem Antrag auf Adaptierung der Poliklinik zu
einem Bürohaus für den Wiener Krankenanstaltenverbund mit einem Kostenerfordernis von rund 75 Millionen Schilling, daß die Kosten für einen derartigen Umbau viel zu hoch seien und außerdem auch die Kosten für die Einrichtung der neuen Geriatrie im
Sophienspital dazugerechnet werden müßten. Die Poliklinik sei teilweise denkmalgeschützt und renoviert, und eine Übersiedlung ins Sophienspital sei nicht zwingend notwendig gewesen.

GR Mag. Helmut Kowarik (FPÖ) sprach sich gegen die Absiedlung der Poliklinik aus. Ein geriatrisches Zentrum hätte ohne weiteres auch in diesem Haus seinen Platz finden können. Weiters
kritisierte er, daß die Kontrolle über das neue Bauvorhaben nicht entsprechend gewährleistet sei.

GR Martina Malyar (SPÖ) befürwortete die Notwendigkeit der Einrichtung der Geriatrie im Sophienspital, um den alten Menschen einen modernen Standard zu bieten. Die Kosten für einen Neubau eines Bürohauses für den Krankenanstaltenverbund wären deutlich höher gewesen.

GR Mag. Michaela Hack (LIF) äußerte schwere Bedenken an der ihrer Meinung nach unprofessionellen Vorgangsweise im Hinblick auf das neue Büroprojekt des Krankenanstaltenverbundes. Sie führte diesbezüglich folgende vier Punkte an: Erstens die Vergabe, da keine EU-weite Ausschreibung erfolgt sei; zweitens die projektbegleitende Kommission des Krankenanstaltenverbundes; drittens die Frage nach der Befugnis der "Siedlungsunion" als gemeinnütziger Bauträger bei diesem Projekt; viertens die unvollständige Kostenzusammenstellung.

StR Dr. Sepp Rieder (SPÖ) stellte fest, daß im Sophienspital ein modernes Geriatriekonzept realisiert worden sei, was in der Poliklinik nur mit enormen zusätzlichen Kosten möglich gewesen wäre. Die Realisierung dieses Konzeptes sei bereits vor der
letzten Gemeinderatswahl geplant gewesen. Hinsichtlich des Umbaues der Poliklinik seien noch weitere umfangreiche Überlegungen der Verbindung des Denkmalschutzes mit z.B. der Einrichtung eines
neuen Fortbildungszentrums notwendig.

Abstimmung: Mit Stimmenmehrheit (Forts.) du/sp

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