Council of Europe-Regionalkonferenz in Skalica - EUREGIO Weinviertel-Südmähren-Westslowakei offiziell unterzeichnet

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in kulturellen, ökologischen und wirtschaftlichen Belangen

St. Pölten, (SPI) - Heute Mittwoch, 23. Juni 1999, fand im slowakischen Skalica eine Regionalkonferenz mit grenzüberschreitenden Auswirkungen statt. Im Rahmen dieser Konferenz erfolgte um 12.00 Uhr die Vertragsunterzeichnung der "Europaregion Weinviertel-Südmähren-Westslowakei" durch hohe Regierungsvertreter der Slowakei, von Tschechien sowie Niederösterreichs in Person von Landesrat Dr. Hannes Bauer, derzeitiger Vorsitzender des Regionalverbandes "Europaregion Weinviertel". Begleitet wurde Bauer von seinem derzeitigen Stellvertreter, BR Mag. Karl Wilfing. Die Europaregion Weinviertel-Südmähren-Westslowakei ist der Zusammenschluß der Regionalvereinigung Zahorie (Sitz in Skalica), der regionalen Entwicklungsagentur Südmährens (Sitz in Brünn) und des Regionalverbandes Europaregion Weinviertel (Sitz in Ziersdorf). Ziel dieses neuen EUREGIO-Verbandes ist die Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Sachen Kultur, Ökologie und Wirtschaft, die Entwicklung der jeweiligen Grenzregionen sowie eine Harmonisierung der Unterschiede diesseits und jenseits der Grenze.****

"In einem Europa der Zukunft haben Staatsgrenzen nicht mehr jene Bedeutung als noch zu Zeiten des Eisernen Vorhanges. Ein Europa der Zukunft ist ein Europa der Regionen, die wirtschafts-, sozial-, aber vor allem kulturpolitisch das Gemeinsame vor das vielleicht ohnehin wenig vorhandene Trennende stellen. Aus diesem Grundgedanken heraus wurde der EUREGIO-Verband "Pomoravie" - Name der Region - geboren, eine Plattform der Zusammenarbeit über Staatsgrenzen hinweg zum Nutzen der Menschen diesseits und jenseits der Grenzen", stellt Landesrat Dr. Hannes Bauer im Rahmen der Vertragsunterzeichnung fest.

Die Regionen Weinviertel, Südmähren und Westslowakei haben viel Gemeinsames, eine jahrhundertelange gemeinsame Geschichte, eine ähnliche Kultur, ja sogar gemeinsame Familienbande knüpften sich seit Jahrzehnten über politische Grenzen. Die Menschen wissen vom Gleichklang ihrer Interessen, der sich nach der politischen Öffnung der Reformstaaten nur noch verstärkt hat. Diese Entwicklung ist nicht mehr staatspolitisch, sie ist vielmehr Ausdruck eines neuen Bewußtseins der Regionen, die innerhalb eines wachsenden Europas einen viel höheren Stellenwert genießen als Staatsgrenzen. In der Ausrichtung der EU-Strukturpolitik wird den grenzüberschreitenden Programmen künftig weit mehr Augenmerk gewidmet. Die Regionen möchten dieser Herausforderung zeitgerecht begegnen und im Sinne der Entwicklung der EUREGIO die interregionale Kooperation stärken. Die Partner werden in einer Arbeitsgemeinschaft die Zusammenarbeit über die Grenzen hinaus intensivieren und die Kommunikation im Sinne einer guten Nachbarschaft fördern.

"Als Vorsitzender des Regionalverbandes Europaregion Weinviertel sehe ich in dieser Entwicklung einen wichtigen Schritt in Richtung verstärkte Kooperation und Zusammenarbeit. Ganz im Sinne der Europaregion Weinviertel bemühen wir uns um eine grenzüberschreitende Kooperation in allen gesellschaftspolitisch relevanten Bereichen, um mittelfristig eine Annäherung der unterschiedlichen Niveaus herbeizuführen sowie grenzüberschreitende Produktions- und Wirtschaftsmöglichkeiten zu konzipieren, ohne daß es dabei zum Abbau von Umwelt- und Sozialstandarts sowie Arbeitsplätzen kommt. Die Plattform der Europaregion Weinviertel soll zu einer spürbaren Verbesserung der Lebens- und Wirtschaftsbedingungen in den drei Regionen führen und im Sinne des vielfältigen Gemeinsamen zu einer neuen Bewußtseinsbildung beitragen", so LR Bauer abschließend. (Schluß) fa

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