Höchster privat gestifteter Umweltpreis Deutschlands an Bernd Lötsch

Wien (OTS) - Im Frankfurter Römer geht heute der internationale Umweltpreis der Bruno H. Schubert Stiftung Kategorie I, an den Österreichischen Vorkämpfer eines umfassenden Umweltschutzes, Univ. Prof. Bernd Lötsch, Generaldirektor des Naturhistorischen Museums Wien.

Lötsch steht damit in einer Reihe mit einigen der wirksamsten Beweger des weltweiten Natur- und Umweltschutzes - wie Jacques Y. COUSTEAU (1983), der UNO Bevölkerungs-Strategin Dr. Nafis SADIK (1995), dem U.S. Biodiversitäts-Papst Edward 0. WILSON (1996), Nelson Mandelas Innenminister Prinz Dr. Mangosuthu BUTHELEZI (1998) und dem Deutschen Naturschutzpionier Dipl. Fw. Hubert WEINZIERL (1997).

Sein frühes Engagement für eine zukunftsverträgliche Energiepolitik , für menschengerechte Stadtgestaltung (Verkehr, Grünplanung, Öko Architektur), sein schlagkräftiges Eintreten für Biologischen Landbau und sein Engagement für die letzten Flußlandschaften hätten, so die hochkarätige Jury, bereits seit den Siebzigerjahren nach Deutschland ausgestrahlt. 1980 holte ihn Horst Stern in das Gründungsteam des einflußreichen Umweltmagazins "natur".

Lötsch habe auch den Bayrischen Naturschützern Mut für ihren Kampf um die letzten 70 km Donau Fließstrecke zwischen Straubing und Vilshofen gemacht- zur Erhaltung des Isar Mündungsgebietes, der Auwälder und Trinkwasserreserven. Am 28. Juni 1995 gelang es dem streitbaren Ökologen gemeinsam mit dem Wiener TU Professor Harald Ogris in einem neunstündigen Hearing vor dem Bayrischen Landtag die Abgeordneten davon zu überzeugen, daß es naturverträgliche und dabei billigere Alternativen für die Deutsche Donau gebe. Der Baustopp samt Prüfung des sanften Weges (vom Bayrischen Rechnungshof stark unterstützt) währt nun bereits 4 Jahre. Dennoch warnt Lötsch vor verfrühtem Optimismus. Er freue sich über die Kraft der österreichischen Umweltverbände - wie WWF, Greenpeace, Global 2000 und Naturschutzbund - welche die Ära der Einzelkämpfer abgelöst hätten. Besonders schätze er an Österreich auch die Verschmelzung der Umweltbewegung mit dem Prinzip Gewaltfreiheit, das bereits K. Lorenz als besorgter Aggressionsforscher und Vaterfigur in die Herzen gelegt habe.

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