NÖ Donaufestival 1999: Sensationelle Besucherzahlen nach erster Halbzeit

Krems (OTS) - 90,4 Prozent Auslastung, 30.000 Besucher bereits
nach 9 Tagen gezählt Neun Tage Donaufestival unter dem Motto "Die großen Prophezeiungen" veranlassen die Veranstalter zu einem höchst optimistischen Blick in die Zukunft, sprich: auf die zweite Festivalshalbzeit. Seit der Eröffnung am 11. Juni bis einschließlich 20. Juni besuchten insgesamt rund 30.000 Kulturinteressierte die Vorstellungen und Ausstellungen des Donaufestivals sowie das Festivalsgelände im Kremser Stadtpark. Davon zählte man rund 10.500 Gäste in allen Spielstätten sowie bei den Ausstellungen im Kremser WEINSTADTmuseum, was eine Auslastung von 90,4 Prozent bedeutet. Intendant Alf Krauliz: "Unter dem Motto 'Die großen Prophezeiungen' geht das Festival knapp vor der Jahrtausendwende einen künstlerischen Weg, der kompromißloser als je zuvor ist. Umso mehr freut mich, daß das Festival beim Publikum so große Anerkennung findet, und daß es uns zweifellos gelungen ist, über dieses Thema auch neue Publikumsschichten anzusprechen und zu begeistern." Die Top-Festivals-Events der zweiten Halbzeit bis 4. Juli: Les Colporteurs mit "Filao" - einem Stück Cirque Nouveau aus Frankreich, das Scapino Ballet Rotterdam mit "Nico", die japanische Performance-Truppe dumb type mit "OR", weiters die schon jetzt ausverkaufte Kultbuchautorin Marlo Morgan, Tristan Vogts Figurentheater "Wagners Ring" sowie die im Vorjahr aus der Taufe gehobene Reihe "Best of off ...", in deren Rahmen vom 1. bis zum 4. Juli ein spannender Querschnitt durch Wiens und Niederösterreichs freie Theaterszene gezeigt wird. Das Programm des Kremser Spiegelzeltes reicht von Karl Merkatz über die A-cappella-Formationen Abba jetzt! und Vocaleros bis hin zu heimischem Kabarett mit Alf Poier und Bolzano & Maleh., Einen weltmusikalischen Schlußakzent der Festivalssaison setzt das Konzert "3 Voices. Cult & Vision" mit den Kultstimmen von Mari Boine, Sandra Pires und Angélique Kidjo am 3. Juli im Festspielhaus St. Pölten. Erste Festival-Highlights waren der Eröffnungstag am 11. Juni im St. Pöltner Festspielhaus, auf dessen Programm gleich zwei ambitionierte Musik-Events zwischen Avantgarde und Klassik standen: der "Tag der Uraufführungen", bei dem heuer zum zweiten Mal zeitgenössischen Komponisten wie Peter Kaizar, Karl Ratzer, Tibor Nemeth und Wolfram Wagner eine Bühne geboten wurde, und "Dangerous Visions", ein Projekt zwischen Symphoniemusik, Elektroakustik und Videokunst. Alf Krauliz über diese Produktionen:
"Mit innovativen Produktionen wie dem "Tag der Uraufführungen" oder "Dangerous Visions" wird das NÖ Donaufestival seinem Anliegen gerecht, ein Forum für zeitgenössische österreichische und internationale Kunst zu sein und aktuelle Musikentwicklungen aufzuzeigen." Am ersten Festivalstag in Krems, dem 12. Juni, der kurzerhand zum "Tag der Propheten" erklärt wurde, präsentierten Kulturschaffende, echte und selbsternannte Propheten ihre Visionen der Zukunft. Unter den Gästen waren u. a. die Reinkarnation des Propheten Nostradamus, Schauspielstar Adi Hirschal und Autorin Lotte Ingrisch. Phantasievoll-spielerischer Ausklang des Tages war ein von Haubenköchin Lisl Wagner-Bacher zubereitetes "Provenzalisches Abendessen" - ein szenisches Apokalypse-Spektakel, an dem sich Nostradamus, der Kremser Bürgermeister und einige Stadträtinnen aktiv beteiligten. Zum Treffpunkt der regionalen wie der Wiener Kulturszene mutierte die Eröffnung der Ausstellung "APOKALYPSE" von Gottfried Helnwein sowie der Alfred-Kubin-Schau "Über die andere Seite" in der Kremser Dominikanerkirche: Unter den rund 1000 Besuchern waren u. a. der Grand Seigneur der österreichischen Literatur H. C. Artmann, Karikaturist Manfred Deix und Kunstforum-Chef Klaus Albrecht Schröder, um dem Künstler persönlich zu gratulieren. Intendant Alf Krauliz: "Mit diesen Ausstellungen präsentieren wir zwei österreichische Künstler unterschiedlicher Epochen, aber mit einem sehr ähnlichen archetypischen Zugang zum Thema Apokalypse. Besonders freue ich mich darüber, daß Kunstinteressierte Gottfried Helnweins Werk - das er zum Teil speziell für den Ausstellungsraum "Dominikanerkirche" schuf - nach beinahe zehn Jahren wieder in Österreich erleben können." Neben dieser Ausstellung sorgte auch die "Trilogie vom Weltenbrand" im Festspielhaus St. Pölten für kontroversielle Diskusssionen. Mit dem Trio FM Einheit, Ulrike Haage und Andreas Ammer konnten namhafte zeitgenössische Künstler verpflichtet werden, die in einem achtstündigen Mega-Event Einblicke in zukünftige Musikwelten vermittelten. Diesjähriger Theaterhöhepunkt war zweifellos Samuel Becketts Theaterklassiker "Warten auf Godot" -eine Eigenproduktion von Wald4tler Hoftheater und NÖ Donaufestival, den Regietalent Michael Sturminger in einer sensibel-konzentrierten Neuinterpretation im gut besuchten Kremser Stadtsaal in Szene setzte. Nach "Il Trovatore" im letzten Jahr, wurde den Freunden der klassischen Musik mit der Produktion "Klassik im Zelt" auch heuer wieder ein Event der besonderen Art in einem außergewöhnlichen Ambiente zu Teil. Das Publikum konnte sich vom Können des Philharmonischen Orchesters Györ unter der Leitung von Peter Keuschnig überzeugen. Als Publikumsmagneten erwiesen sich das neue afrikanische Musical "The Zulu", Manu Dibango, heimische Kleinkunst-Granden wie Andreas Vitasek & Camillo Schmidt sowie Josef Hader, der sich im Kremser Musikzelt erstmals Popette Betancor und damit den Herausforderungen des Kammerpop-Kabaretts stellte. Für Begeisterungsstürme sorgten ferner die finnische Elektrocellisten Apocalyptica, Erwin Kiennast & Ensemble sowie Sabine Kapfinger, die das Musikzelt am 12. Juni regelrecht zum Pulsieren brachten. Großes Interesse galt ferner dem Schweizer "Hobbyforscher" und Buchautor Erich von Däniken, der das Publikum im bis zum letzten Platz ausverkauften Stadtsaal mit seinem Diavortrag über die Geschichte der Menschheit zu fesseln wußte.

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