Papst-Leibarzt in NEWS: "Streß stimuliert seinen Parkinson" - Der österreichische Vertrauensarzt Gernot Pauser über den Gesundheitszustand von Johannes Paul II: "Jeder Infekt ist

lebensbedrohlich." Vorausmeldung zu NEWS Nr. 25/24.6.99

Wien (OTS) - Besorgt äußert sich der österreichische Vertrauensarzt des Papstes, der ärztliche Direktor des Salzburger Landeskrankenhauses Gernot Pauser, über den Gesundheitszustand von Johannes Paul II in der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS. Pauser über den Zusammenbruch des Papstes bei dessen jüngsten Polen-Besuch: "Der fiebrige Infekt, den er in Polen hatte, ist von seinen Ärzten so gut mit Antibiotika eingestellt worden, daß er die aktuelle Krise überstanden hat." Aber, so Pauser: "Jeder Infekt kann in seinem Alter zu einer lebensbedrohlichen Krise werden." Zu kämpfen hat der Papst vor allem mit seinem körperlichen Grundleiden Parkinson, so Pauser zu NEWS: "Ein Zwölf-Stunden-Tag ist keine gute Voraussetzung, den Parkinson in den Griff zu kriegen. Im Gegenteil:
Maximaler Streß, wie ihm der Papst tagtäglich ausgesetzt ist, kann das grundleiden Parkinson stimulieren."

Gernot Pauser, Primar am Salzburger Landeskrankenhaus für Anästhesie und Intensiv-Medizin, war bei allen drei Österreich-Besuchen des Papstes (1983, 1988 und 1998) für dessen medizinische Betreuung zuständig: "Jedem anderen Normalsterblichen würde man als Arzt empfehlen, sich deutlich zurückzunehmen. Vom medizinischen Standpunkt setzt sich der Heilige Vater jedesmal einem hohen gesundheitlichen Risiko aus. Ich bewundere die Durchhaltekraft des Papstes."

Nach seiner Rückkehr nach Rom, berichtet NEWS, hat Johannes Paul II alle geplanten Besuchs-Termine vorläufig abgesagt - unter anderem auch eine für vergangenen Sonntag geplante Kurzvisite eines Wallfahrtszentrums am Stadtrand von Rom.

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