Knotzer: Täglicher Verkehrsinfarkt auf der Südautobahn ist bereits Realität

12jähriger Ausbau der Südautobahn - ohne begleitende Maßnahmen drohen Milliardenschäden für Wirtschaft und Region

St. Pölten, (SPI) - "Das befürchtete Verkehrs-Horrorszenario ist eingetreten. Die Absperrungen und Fahrbahneinengungen im Rahmen des Ausbaus der Südautobahn (A2) zwischen Guntramsdorf und Wien sind erst wenige Tage alt - und schon staut es sich bis Traiskirchen, tausende Pendler stehen im Stau und hunderte Lkw können ihren Lieferverpflichtungen nicht nachkommen. Gestern reichte der Megastau nur bis Traiskirchen! Heute staute es sich zum ersten Mal bis Baden! Wann reicht der Stau zum ersten Mal bis Wiener Neustadt? Der Ausbau der A2 soll mindestens 12 Jahre bis zum Jahr 2012 - wahrscheinlich aber länger - dauern. Damit stellt sich die Frage, ob das tägliche Verkehrschaos im Rahmen der Bauarbeiten bald zur ständigen Einrichtung wird und die Südautobahn zum größten Parkplatz der Republik Österreich verkommt. Die NÖ Sozialdemokraten befürchten in dieser Frage ein klares "Ja" - ohne flankierende Maßnahmen droht ein volkswirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe", so der Traiskirchner Bürgermeister und SP-Klubobmann Fritz Knotzer.****

Flankierende Maßnahmen müssen nun rasch getroffen werden, um den Pendlern Alternativen anzubieten. Die Sozialdemokraten schlagen daher eine "VOR-Kernzone" vom Bezirk Baden bis Wien - zumindest für die Zeit der Umbauarbeiten - vor. Die Mehrkosten würden rund 80 Millionen Schilling jährlich betragen, für die das Land NÖ aufkommen müßte. "In den weiteren Jahren werden sich die Kosten vermutlich reduzieren, da immer mehr Menschen dieses günstige Angebot annehmen werden. Dadurch würde die Südautobahn entscheidend entlastet werden, nicht eingerechnet sind darin die Kosten, die sich die Wirtschaft und die Verwaltung durch die im Stau festsitzenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erspart", so Knotzer.

Weiters muß der zuständige NÖ-Landesverkehrsreferent Erwin Pröll mit seinem Wiener Gegenüber rasch Kontakt aufnehmen, um beispielsweise eine Taktverdichtung auf der Südbahn sowie auf der Badener-Bahn zu überlegen. "Die große Mehrzahl der Wien-Einpendler kommen aus dem Umland Wiens und dem Süden Niederösterreichs - zu befürchten ist, daß immer mehr Menschen aus dem Süden Schwierigkeiten haben werden, in Wien einen Arbeitsplatz zu bekommen. Welche Firma akzeptiert schon gerne tägliche Verspätungen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ausmaß mehrerer Stunden", befürchtet Knotzer. Große Nachteile haben auch die Betriebe, die entlang der zentralen Verkehrsader Südautobahn liegen. Der wirtschaftliche Schaden der Staus ist enorm - und die Standortqualität entlang der Autobahn sinkt. "Mit der derzeitigen Situation rächen sich die Sünden der Vergangenheit von Landesverkehrsreferent Erwin Pröll, da seit mehr als zehn Jahren verabsäumt wurde, den vierspurigen Ausbau der A2 voranzutreiben. Erwin Pröll und der für den Straßenbau verantwortliche Wirtschaftsminister Johannes Farnleitner müssen endlich tätig werden. Sonst stirbt die Region entlang der Südautobahn einen langsamen, aber stetigen "Verkehrstod"", so Knotzer abschließend.
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