Telekomliberalisierung hat Industriestandort.. (2)

55 Prozent der Industriebetriebe telefonieren bereits über alternative Netzbetreiber

PWK - Bei der Umfrage gaben 83 Prozent der 695 antwortenden Unternehmen an, über die Telekom Austria zu telefonieren. 55 Prozent (!) telefonieren allerdings über alternative Sprachtelefonie-Netzbetreiber. Die Entscheidung zwischen Telekom Austria und alternativen Anbietern lautet meist nicht "Entweder/oder", sondern umfaßt sehr oft einen Teil der Leistungen, zum Beispiel nur Ferngespräche. Die Summe der beiden Prozentsätze (138 Prozent, Mehrfachnennungen waren möglich) zeigt, daß rund 38 Prozent der befragten Unternehmen sowohl über die Telekom Austria wie auch über alternative Anbieter telefonieren. ****

Auch bei Datendiensten hat sich der Wettbewerb verschärft: 65 Prozent bedienen sich der Telekom Austria beziehungsweise ihrer Daten-Tochter Datakom. 26 Prozent schicken ihre Daten über alternative Netzbetreiber, der Rest verwendet keine Datendienste.

"Die Liberalisierung der Telekommunikation hat in Österreich zu einer durchschnittlichen Senkung der Telekommunikationskosten um 30 Prozent geführt", betonte der Telekom-Experte von Arthur D. Little, Dr. Georg Serentschy, anläßlich der Präsentation der Ergebnisse vor den Spitzenvertretern der österreichischen Telekom-Wirtschaft. Die preislichen Erwartungen der Industrie an die Telekom-Anbieter sind voll erfüllt worden: Eine überwiegende Mehrheit von 60 Prozent hatte bei der vorangegangenen Umfrage vor einem Jahr eine Preissenkung um rund 30 Prozent erwartet. Nun bestätigt wieder die Mehrheit, daß die damals erwartete Preissenkung im erwarteten Umfang eingetreten ist.

"Die Liberalisierung des Marktes hat das Verhalten der Industrie binnen einem Jahr völlig verändert. Besonders auffallend ist die hohe Wechselbereitschaft", sagte Serentschy. 92 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, daß sie sich einen Wechsel zu einem anderen Telekom-Unternehmen vorstellen könnten. Dabei werden als wichtigste Kriterien Preis/Leistungsverhältnis, Verfügbarkeit des Dienstes und die Servicequalität genannt. Auch neue Produkte und Dienstleistungen, die dem Benützer entgegenkommen, spielen beim Wechsel zu anderen Anbietern eine Rolle. Mehr als zwei Drittel finden sich allerdings im "Tarif-Wirrwarr" nicht zurecht und sind über die mangelnde Vergleichbarkeit der Angebote irritiert.

Die alternativen Anbieter haben, was die Qualität betrifft, die Erwartungen der Industrie bisher weitgehend erfüllt: Auf einer Skala von eins bis fünf (eins ist unzufrieden, fünf ist höchst zufrieden) wurden Produkte und Dienstleistungen der alternativen Anbieter im Bereich Sprachtelefonie mit einem Wert von 3,75 (Telekom Austria:
3,33) als gut beurteilt. Herausragend ist die Beurteilung des Preis/Leistungsverhältnisses der alternativen Netzbetreiber (Alternative: 3,95 Punkte, Telekom Austria: 2,11 Punkte) sowie der Abrechnungstransparenz (Alternative: 3,06 Punkte, Telekom Austria:
2,25 Punkte).

Die Umfrage läßt einen Schluß auf die Marktsituation der einzelnen alternativen Anbieter zu: Die Industrieunternehmen, die sich alternativer Anbieter für die Sprachtelefonie bedienen, sind in der überwiegenden Mehrheit Telefonkunden bei sechs Anbietern: 28 Prozent nannten die UTA als ihren Provider. Es folgt die European Telecom (17 Prozent) vor RSL COM (12 Prozent), M.I.T. (11 Prozent), tele.ring (8 Prozent) und NETnet (7 Prozent). Weniger als fünf Prozent der Unternehmen nannten Teleforum (4 Prozent), Tele2 (3 Prozent)

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