Jahrmann: Objektivierung findet im VP-Schulwesen in NÖ keinen Platz

Beinharte schwarze Parteipolitik bei der Besetzung von Schulleiterposten

St. Pölten, (SPI) - "Vor Jahren wurde im Bereich der Pflichtschulen in Niederösterreich eine sogenannte "Objektivierung" eingeführt, die auch von LH Pröll - zumindest verbal und in entsprechenden Aussendungen - vehement unterstützt wurde. Jährlich werden, ähnlich wie in der Privatwirtschaft, nicht unbeachtliche Summen für dieses "Objektivierungsverfahren" ausgegeben. Was ist allerdings das Ergebnis - Nichtbeachtung, Negierung, ja sogar Übergehen der Empfehlungen der durch die Objektivierung erzielten Ergebnisse", kritisiert der Melker SP-Landtagsabgeordnete Josef Jahrmann, der diese "Doppelzüngigkeit" der ÖVP auch im Rahmen der Budgetsitzung des NÖ Landtages am 21. Juni auf den Punkt brachte: "Die ÖVP "objektiviert" nur, wenn es ihr politisch in den Kram paßt", so Jahrmann.****

Die Ergebnisse der Objektivierung werden von den ÖVP-Mehrheiten in den Bezirksschulräten, im Landesschulrat und in der Lehrerernennungskommission nur dann beachtet, wenn sie ihr in das politische Konzept passen. Das Ergebnis: Im Bezirk Melk sind von 62 Schulen 59 fest in den Händen der ÖVP, im Bezirk St. Pölten/Land von 72 Schulen 70, im Bereich Zwettl lautet das Ergebnis 50 von 49. Diese Darstellung ließe sich beliebig fortsetzen - mit immer wieder dem gleichen Ergebnis. "Dies ist eine Mogelpackung, die wir in Niederösterreich nicht brauchen", so Jahrmann.

"Es ist der ÖVP in Niederösterreich einfach wichtiger, brave Parteisoldaten in die Schulleiterpositionen zu bringen, als anderen fähigen Leuten die Chance zu geben, einmal Karriere zu machen und ihr Können unter Beweis zu stellen. Diese durch nichts mehr zu rechtfertigende Vorgangsweise einer beinharten Parteipolitik aus längst überwunden geglaubten Zeiten muß endlich ein Ende haben. Diese fragwürdigen Experimente aus parteipolitischen Gründen auf dem Rücken unserer Kinder müssen endlich aufhören. Die ÖVP hat scheinbar nicht mitgekriegt, daß die Erbhof-Mentalität von gestern in einer modernen Schule von heute nichts mehr zu suchen hat. Ein ÖVP-Parteibuch sollte bei der Besetzung einer Schulleiterposition weniger Gewicht haben als die Fähigkeiten, eine Schule zu leiten", so Abg. Jahrmann abschließend.
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