Wiener Gemeinderat (10)

Kultur

Wien, (OTS) Eine erfolgreiche kulturelle Jahresbilanz sah Kulturstadtrat Peter Marboe (ÖVP) auch im Spiegel der Debatte im Gemeinderat. Es habe sich gezeigt, daß die Wiener Kulturpolitik einen erfolgreichen Weg gehe, der die Traditionen der Stadt einschließe, aber auch in die Zukunft weise. Wien habe und werde den Status einer lebendigen Kulturstadt erhalten.

Marboe verwies in diesem Zusammenhang auf wichtige Schritte
in den Bereichen Tanz, Film, Theater, Festwochen oder auch Rückholung aus dem Exil. Es gebe viele Probleme, die Wien mit anderen europäischen Städten gemeinsam habe - wie z.B. die Kinostruktur -, aber Wien finde hier immer wieder wegweisende Lösungen.

Marboe nahm auch zu Themen Stellung, die in der Diskussion aufgeworfen wurden. So sprach er sich mit Gemeinderätin Gabriele Hecht für Steuererleichterungen im Zusammenhang mit Kultursponsoring aus, wies aber darauf hin, daß durch persönliche Bemühungen von Bürgermeister Häupl und ihm selbst rund 20 Millionen an Sponsorgeldern für die Kultur gewonnen werden
konnten. In der Kinoförderung gebe es sehr wohl den Leistungsgedanken und daher keine "Gießkanne". Was die Prädikatisierung von Filmen betreffe, werde derzeit eine einvernehmliche Regelung auf Bundesebene gesucht.
Zur Wortmeldung von StR Huemer bemerkte Marboe, daß eine Verdoppelung der Filmfinanzierung sehr wohl einen großen Schritt darstelle. Zur Kritik an den Großveranstaltungen stellte er fest, daß diese der Begegnung mit der Kunst die Türe öffnen.
Der Argumentation der Freiheitlichen hielt Marboe entgegen, daß es in Wien sehr vieles nach dem Willen dieser Partei nicht geben würde: Wie etwa eine funktionierende Kunsthalle, eine geöffnete Sezession oder ein Arnold Schönberg-Center. Den Architekten Achleitner einerseits als Kronzeugen zu zitieren und andererseits als Mitglied der Wiener Gruppe im Zuge einer Ausstellung zu verurteilen, sei eine seltsame Haltung.

Zum Wort "Entpolitisierung" stellte Marboe fest, Kultur könne man nicht "entpolitisieren". Es gehe aber darum, die Kultur weitestgehend von parteipolitischem Einfluß freizuhalten, um ein Maximum an kultureller Effizienz zu erreichen. Wichtig sei es
immer, die richtigen Wege zur Umsetzung kulturpolitischer Zielsetzungen anzustreben. Dies gelte auch für die Frage, ob man etwa einen Verein oder eine GesmbH einrichte, um diese
Zielsetzungen zu erreichen. (Forts.) gab/sp

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