Ziviltechniker im Konflikt mit Farnleitner

Preiswettkämpfe und Billigstplanung gefährden Standort Österreich

Wien (ots) - Österreichs Wirtschaftsminister
Hannes Farnleitner sei ein "reiner Lobbyist der
Wirtschaftskammer", erklärte der Präsident der
Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten
Peter Scheifinger. Dies zeige sich in einer
jüngsten Auftragsarbeit, die der Minister von
einem seiner Beamten durchführen ließ: Im Solde
des Wirtschaftsministers wird in einer Studie
Preiswettkämpfen bei den Architekten das Wort
geredet.
"Wahr ist aber vielmehr", so Scheifinger, "daß
nicht der ruinöse Preiswettkampf, sondern seriöse
Honorare seriöse Leistungen sicherstellen. Auch
durch oftmalige Wiederholung des
Wirtschaftskammerlobbyisten Farnleitner wird
Falsches nicht richtig."
Die Ziviltechniker fordern daher den
Wirtschaftsminister auf, die jüngste
Billigstbieterpropaganda einzustellen und
unmißverständlich die Position seines Hauses zum
Bestbieterprinzip zu korrigieren. Denn schlechte
und billige Planung stellt ein Sicherheitsrisiko
dar und gefährdet den Wirtschaftsstandort
Österreich.
Sicherheitsstandards und Bauvorschriften müssen
an jedem Standort erfüllt und überprüft werden -
wenn das nicht durch die freien Berufe gesichert
ist, wuchert die öffentliche Verwaltung und das
Gewerbe feiert fröhliche Urstände. Dazu
Scheifinger: "Daß Ziviltechniker diese Aufgabe
effizienter erfüllen als die öffentliche
Verwaltung, zeigt auch die neue Wiener
Bauordnung. Dort sind wesentliche Agenden den
Ziviltechnikern übertragen und dadurch
Verfahrenschritte eingespart worden."

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