Hinterholzer: Einemsches erweitertes Fahrverbot für LKWs gefährdet die Sicherheit

Konzeptlosigkeit des Verkehrsministers ist unerträglich

Niederösterreich, 22.6.1999 (NÖI) Starke Bedenken gegen die von Verkehrsminister Einem erlassene Änderung der
Ferienreiseverordnung für LKWs, äußerte LAbg. Michaela Hinterholzer. So wurde diese Verordnung nicht in Begutachtung gegeben. Die Länder wurden daher nicht eingebunden und hatten kein Mitspracherecht. Die Novelle sieht ein Fahrverbot für Gefahrenguttransporte auf Autobahnen ab Freitag 8.00 Uhr vor.
"Durch diese Verordnung wird genau das Gegenteil von dem erreicht, was erreicht werden sollte. So wird es logischerweise zu den
Zeiten, in denen LKWs fahren dürften, ein noch stärkeres Transitaufkommen geben. Die Sicherheit auf unseren Autobahnen wird daher enorm gefährdet", erklärte die Abgeordnete.****

Hinterholzer wies in diesem Zusammenhang auch auf die Gefahr
hin, daß LKWs, die auf den Autobahnen nicht fahren dürften, verstärkt auf die Bundesstraßen ausweichen werden. Das bedeutet für die Bevölkerung in Gemeinden um Bundesstraßen ein vermehrtes Verkehrsaufkommen und als Endergebnis eine vorprogrammierte Verkehrshölle. "Neben den Schwierigkeiten, die der Wirtschaft, insbesondere den Fuhrunternehmen erwachsen, wird die Sicherheit unserer Bevölkerung durch Einems Konzeptlosigkeit extrem gefährdet", kritisiert die Abgeordnete.

"Ich fordere den Verkehrsminister auf, diese unüberlegte Verordnung rasch zurückzunehmen. Für eine derartige Ausdehnung der Ferienreiseverordnung besteht keine Anlaß und das Gegenteil von dem, was erreicht werden soll, wird eintreten: Durch eine Verringerung der Fahrzeiten konzentriert sich die Verkehrsdichte
und das Gefahrenpotential auf vier Tage", betonte Hinterholzer.
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