Prammer: Neue Gentechnik-Richtlinie schützt KonsumentInnen!

: Griechische Initiative für Nachdenkpausen bei Zulassung gentechnisch veränderter Organismen grundsätzlich zu begrüßen.

Wien (OTS) - Die verschärfte Freisetzungsrichtlinie 90/220 für gentechnisch veränderte Organismen muß beim Umweltministerrat am 24.Juni 1999 beschlossen werden. "Die strenge Richtlinie enthält viele Forderungen Österreichs in Gentechnikfragen und wird für die heimischen KonsumentInnen eine Reihe von Verbesserungen bringen", betont Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer. ****

Mit der Richtlinie werden unter anderem die verpflichtende Kennzeichnung aller gentechnisch veränderter Produkte, das konsequente Monitoring aller Produkte sowie der Schutz ökologisch sensibler Regionen vor gentechnisch veränderten Organismen geregelt. Österreich hat schon seit Jahren auf eine verbesserte Risikoeinschätzung und Kontrolle in Gentechnikfragen gedrängt, stellt Prammer fest. Mittlerweile ist auch in der EU ein Umdenken festzustellen, das auch in der Verschärfung der Freisetzungsrichtlinie deutlich wird.

Der griechischen Initiative für eine "Nachdenkpause" bei der Zulassung gentechnisch veränderter Produkte steht Prammer grundsätzlich positiv gegenüber. Allerdings muß diese Initiative auch rechtlich Bestand haben. Hier ist es notwendig, beim Umweltministerrat die genauen Vorstellungen des griechischen Umweltministers kennenzulernen.

Grundsätzlich geht Österreich in Gentechnikfragen einen sehr konsequenten und vorsichtigen Weg, betont Prammer. Jeder Antrag auf Zulassung wird genau geprüft. So hat Österreich im März 1997 ein Freisetzungsverbot und im Mai 1999 ein Anbauverbot verhängt, weil schädliche Auswirkungen auf die Umwelt nicht auszuschließen waren.

Österreich ist neben Luxemburg das einzige Land der EU, in dem es keine Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen gibt. Auch 1999 wird in Österreich keine Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen durchgeführt, stellt Prammer abschließend fest. (Schluß)

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