"Tabletten sind keine harmlosen Zuckerln"

Aufklärungsaktion für Volksschulkinder

Wien, (OTS) Im Durchschnitt verbraucht jeder
Österreicher/jede Österreicherin 18 Packungen Arzneimittel. EU-weit gesehen liegt Österreich im unteren Bereich der Verbraucherskala. Absolute Spitzenreiter sind die Franzosen mit 51 Packungen.

Doch in den vergangenen Jahren zeichnet sich laut Apothekerkammer folgender Trend ab: Eltern verlangen immer öfter Beruhigungsmittel für ihren Nachwuchs. Eine Entwicklung, die Frau Univ.-Prof. Dr. Brigitte Kopp vom Pharmazentrum der Universität Wien zum raschen Handeln veranlasste. Sie initiierte gemeinsam mit dem Stadtschulrat für Wien das Projekt "Gefahren und Nutzen von Medikamenten" für VolksschülerInnen im Pharmazentrum.

"Ein Pulver gegen Nervosität, ein paar Tropfen gegen Angstzustände und ein Sirup gegen Bauchweh - das darf doch
wirklich nicht zur Norm werden. Wir müssen den jungen Menschen
klar machen, dass Arzneimittel nicht alle Probleme lösen können", erklärt Univ.-Prof. Dr. Kopp.

"Kinder direkt auf eine Problematik anzusprechen halte ich
für die beste Vorgangsweise. Sie sind wesentlich disziplinierter als Erwachsene. Ich denke hier nur an die Erfolge bei der Verkehrserziehung. Täglich werden Dutzende Eltern von ihren Sprösslingen aufgefordert, sich endlich anzugurten", meint Stadtschulratspräsident Dr. Kurt Scholz.

Die Kinder lernen in den Labors des Universitätszentrums Althanstraße Arzneimittel bestimmen, haben die Möglichkeit ein Brausegranulat selbst herzustellen und dürfen Heilpflanzen unter dem Mikroskop ansehen. "Den Schülerinnen und Schülern wird auch erklärt, dass kein Pulver dem anderen gleicht. Medikamente dürfen daher nur nach Absprache mit einem Arzt genommen werden", so Kopp.

Im Rahmen des Wiener Ferienspiels dürfen Kinder in einigen Apotheken beim Anrühren von Salben helfen und sogar Brausemittel selbst herstellen. (Schluß) ssr

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Medien- und Pressereferat des Stadtschulrates
Martina Vitek
Tel.: 525 25/77 014

PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK