Cerwenka: Klassenschülerhöchstzahl in Sonderschulen senken

Auch für Volksschulen, Hauptschulen und AHS ähnliche Maßnahmen in Erwägung ziehen

St. Pölten, (SPI) - "In einem Initiativantrag NÖ Sozialdemokraten vom 23. Juni 1998 wurde die NÖ Landesregierung vergangenes Jahr aufgefordert, bei der Bundesregierung für eine Senkung der Klassenschülerhöchstzahl in Sonderschulen einzutreten. Nach der entsprechenden fachlichen Beiziehung des NÖ Landesschulrates liegt heute dieses Ansinnen zur Beschlußfassung in der NÖ Landesregierung auf. Nachdem auch der NÖ Landesschulrat zu dem Schluß gekommen ist, daß die derzeitige Klassenschülerhöchstzahl von 15 Schülerinnen oder Schülern "Schüler und Lehrer gefährdet", sollte einem positiven Beschluß der Landesregierung nichts mehr im Wege stehen", freut sich der Tullner SP-Landtagsabgeordnete Helmut Cerwenka. Der Landesschulrat empfiehlt zudem, die Klassenschülerhöchstzahl in Sondererziehungsschulen auf das Niveau sogenannter "Kleinklassen" von 8 Schülern mit 2 Lehrkräften zu reduzieren.****

"Für uns Sozialdemokraten stellt diese Entscheidung ein wirklich positives Zeichen im Rahmen einer modernen Pädagogik und der Unterstützung von Schülern mit besonderen Bedürfnissen dar. Nachdem durch die wirklich begrüßenswerte verstärkte Integration von lern-und körperbehinderten Kindern in den Volks-, Hauptschulen und AHS die Schülerzahl in Sonderschulen verringert wurde, fand parallel dazu eine Entwicklung statt, die Lehrkräfte, Schüler und Eltern vor neue Herausforderungen stellt. Nun werden überwiegend schwer verhaltensauffällige Kinder in Sonderschulen unterrichtet, die aber eine besondere pädagogische Betreuung benötigen. Dies ist mit einer Klassenschülerhöchstzahl von 15 Schülern nicht mehr zu bewältigen", so SP-Schulsprecher Cerwenka.

Ein weitaus besserer Ansatz ist es, diese Kinder bereits im Rahmen der Schulform - der Sonderschule - entsprechend zu fördern und zu unterrichten, sodaß eine spätere Eingliederung in die Gesellschaft ohne etwaige Resozialisierungseinrichtungen ermöglicht wird. "Angesichts dieser neuen Erfordernisse für die Lehrkräfte ist es daher sinnvoll, die Klassenschülerhöchstzahl in Sonderschulen zu senken. Parallel dazu sollte diese Maßnahme aber auch für Volks- und Hauptschulen wie auch für AHS angedacht werden. Die immer größer werdende Anforderungen an die Pädagogen, ein immer umfangreicher werdender Lehrstoff sowie die sicher positive Intensivierung der Beziehung Schüler-Lehrer-Eltern im Rahmen der schwieriger werdenden gesellschaftlichen Herausforderungen sind für die Lehrkräfte nur mit einer abgesenkten Klassenschülerhöchstzahl zu bewältigen", so Cerwenka.
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