Vereinigte Bühnen als Musical-Exporteur

Marboe: Präsenz der Musicalstadt Wien im Ausland

Wien, (OTS) Die Vereinigten Bühnen Wien sind in den vergangenen Jahren zum erfolgreichsten Musical-"Exporteur" im deutschsprachigen Raum geworden.

Neben den bisherigen Erfolgen "Elisabeth" in Japan und Ungarn und "Grease" in Deutschland und der Schweiz gibt es in der Saison 1999/2000 mit "Tanz der Vampire" in Stuttgart und "Chicago" in Berlin und München, weitere Ausweitungen der Auslandsaktivitäten der Vereinigten Bühnen. Kulturstadtrat Peter Marboe am Montag dazu in einem Pressegespräch mit Intendant Rudi Klausnitzer: Die Aktivitäten der Vereinigten Bühnen sind im Sinn einer sowohl gedanklich wie finanziell ausgeglichenen kulturellen
Zahlungsbilanz zu sehen. Wien präsentiert sich damit auch als Musical-Stadt im Ausland. Neben dem heimischen Millionen-Publikum
- darunter sehr viel Jugend - wird auch in anderen Städten ein großer Besucherkreis auf diesen Stellenwwert Wiens als Musical-Stadt aufmerksam gemacht. Für die Zukunft ist es wichtig, bei Wahrung der künstlerischen Attraktivität diesen Weg weiterzugehen, der auch dazu beiträgt, über die erwirtschafteten finanziellen Mittel die Subventionen auf niedrigerem Niveau zu halten.

Die kommenden Auslands-Projekte:

In Stuttgart wird die Wiener Produktion "Tanz der Vampire"
von Roman Polanski mit ihrer Premiere Anfang April 2000 die Nachfolge von Miss Saigon antreten.

Mit Joop van den Enden wurde eine Kooperation in Sachen "Elisabeth" in Holland vereinbart. Bei der Premiere am 21.
November 1999 wird - im Circustheater in Scheveningen - Pia
Douwes, die 1992 bei der Uraufführung in Wien als Elisabeth brillierte, wieder in die Rolle der Kaiserin schlüpfen. Eine weitere "Elisabeth"-Produktion startet im September 1999 in Karstad/Schweden.

Die japanischen Produktionen, die seit 1996 kontinuierlich in bestimmten Zeitblöcken vor immer ausverkauften Häusern gespielt wurden und zu einer große Elisabeth-Fankultur in Japan geführt haben, werden in der kommenden Saison fortgesetzt. Zum erten Mal wird im Sommer 2000 die Toho Truppe "Elisabeth" im Imperial
Theater gegenüber dem Kaiserpalast in Tokyo spielen, und der japanische Star Maki Ichiro wird von der Rolle des Todes in die Rolle der Kaiserin wechseln.

Spielserien der in Wien gestarteten deutschsprachigen Version des Broadway-Erfolges "Chicago" werden in Berlin im Theater des Westens und in München im Deutschen Theater zu sehen sein. Die Wiener Hauptdarstellerin der Velma Kelly, Anna Montanaro, die bei der Londoner Produktion in die Fußstapfen von Ute Lemper trat, sowie Frederike Haas, die Darstellerin der Roxie Hart, werden auch in Berlin wieder um Gerechtigkeit kämpfen.

Mit "Hediwg an the angry inch" wird erstmals auch eine Off-Broadway-Produktion nicht in Wien, sondern in Köln, in Kooperation mit den Bühnen Köln, Premiere haben. Die erste Aufführung ist für September 1999 geplant.

Dies bedeutet, daß nach bisher rund 2,5 Millionen Besuchern
in Wien, im Ausland allein in der kommenden Saison mit mehr als 1 Million zusätzlichen Besuchern zu rechnen ist, die Produktionen, die die Vereinigten Bühnen Wien kreiert oder koproduziert haben, sehen werden.

Zu den wirtschaftlichen Aspekten dieser Auslandsaktivitäten erklärten Intendant Rudi Klausnitzer und der kaufmännische Direktor der Vereinigten Bühnen Wien, Franz Häußler, daß die Einnahmen im Vergleich zum Gesamtbudget natürlich noch gering seien, aber immerhin bereits in den letzten drei Jahren im Jahresdurchschnitt rund 7 Millionen Schilling mit Auslandsverwertungen verdient werden konnten.

Diese Aktivitäten sollen in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden, wobei die Konzentration auf folgenden Bereichen liegen wird.

o Entwicklung neuer Produktionen, auch für extrerne Auftraggeber
o Lizenzierung der in Wien entstandenen Produktionen
o Internationale Kooperationen und Rechteverwertungen
o Veranstaltungs- und Entertainmentconsulting sowie

Infrastrukturbereitstellung im technischen, administrativen
und Vertriebsbereich

Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Erträge aus diesen Bereichen in den nächsten fünf Jahren zumindest zu verdoppeln und damit die Subventionskürzungen auszugleichen, die in den letzten Jahren erfolgt sind.

Neben dem wirtschaftlichen Erfolg bringt die Exporttätigkeit der Vereinigten Bühnen Wien aber auch einen Image-Erfolg für Wien:
Am Ende der kommenden Saison werden es weltweit bereits 3,5 Millionen Besucher gesesen sein, die die Produktionen der Wiener Bühnen im Ausland gesehen haben und damit, zumindest indirekt,
auch mit Wien in Kontakt gekommen sind.

Wien ist neben seiner Position als Opern- und Operettenstadt damit auch nach New York und London die aktiveste Stadt im Bereich Musical. (Schluß) gab/bs

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