AK Tumpel und Elternvertreter (2): Mehr Förderung für SchülerInnen

Elternvertreter wollen besseres Frühwarnsystem

Wien (OTS) – Schüler sollen mit einem Nichtgenügend automatisch aufsteigen können: Das wünschen sich auch die Elternvertreter, erklärten sie in einem heute, Montag, stattfindenden Gespräch mit AK Präsident Herbert Tumpel. Damit dies funktioniert, sollen das Frühwarnsystem verbessert werden und im Folgejahr ein verpflichtender Förderkurs eingeführt werden. Außerdem wollen die Vertreter der Eltern- und Familienverbände, daß die Fünftagewoche für Schüler bis zum 14. Lebensjahr forciert wird und die im Sommer leerstehenden Schulen für Kinderbetreuung während der Ferien genutzt werden. Hier sollten die Gemeinden stärker aktiv werden, durchgeführt werden könnte die Betreuung als Praktikum von LehrerstudentInnen und ErzieherInnen, schlagen die Elternvertreter vor. Sie wollen diese Forderungen auf dem am Donnerstag stattfindenden Schulpartnergipfel Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer präsentieren. ****

Für ein automatisches Aufsteigen mit einem Nichtgenügend sprachen sich heute, Montag, in einem informellen Gespräch mit AK Präsident Herbert Tumpel die Vertreter von Eltern- und Familienverbänden
aus.

Gerhard Mader (Österreichischer Verband der Elternvereine an Pflichtschulen) erklärte, die AK Umfrage bestätige die Erfahrung der Elternvertreter nach dem breiten Wunsch der Eltern nach einem leichteren Aufsteigen der SchülerInnen. Maria Smahel (Kath. Familienverband) regte an, daß jene SchülerInnen, die mit einem Nichtgenügend aufsteigen, im Folgejahr einen verpflichtenden Förderkurs bekommen sollen, der nach Vorstellung von Christine Krawarik (Verband der Elternvereine an den höheren Schulen Wiens) allen Schülern, die zusätzliche Förderung wünschen, offenstehen sollen.

Besseres Frühwarnsystem für gefährdete SchülerInnen
Damit ein leichteres Aufsteigen funktioniere, so Kurt Nekula (Österreichische Kinderfreunde), müsse das Frühwarnsystem verbessert werden. Erich Dolezal (Verband der Kath. Elternvereine) bestätigte, daß die "Frühwarnung" für schwächere SchülerInnen oft zu spät käme. Die vorgeschlagenen Verbesserungen der Elternvertreter sind:
+ Die Frühwarnung soll verpflichtend werden,
+ es muß dafür klare Fristen geben
+ für die individuellen Förderpläne soll es Richtlinien geben.

Diese Forderungen wollen die Elternvertreter am Donnerstag auf dem Schulpartnergipfel auch Unterrichtsministerin Gehrer präsentieren, erklärten sie in dem Gespräch.

5-Tage-Woche für Schüler
Der Wunsch der Eltern nach einer Fünftage-Woche für SchülerInnen ist stark ausgeprägt. Drei Viertel der Eltern wollen Montag-bis-Freitag-Unterricht, zeigt eine AK Umfrage. Die Elternvertreter bestätigen die positiven Erfahrungen an jenen Höheren Schulen, an denen die kurze Woche bereits besteht. Über die Art der Einführung gibt es unterschiedliche Auffassungen: Gerhard Mader wünscht eine gesetzliche Einführung für alle Sechs- bis Vierzehnjährigen, Heidi Jütte (Ö. Familienbund) setzt auf die Schulautonomie auch in dieser Frage, Maria Smahel geht davon aus, daß der Wunsch der Eltern so stark sei, daß in den nächsten zwei Jahren die 5-Tage-Woche an den meisten Schulen eingeführt würde. Einig sind sich die Elternvertreter, daß die kurze Woche kommen soll.

Kinderbetreuung im Sommer
Ein großes Problem vor allem für berufstätige Eltern ist die Kinderbetreuung während der neunwöchigen Ferien. In Ballungsräumen (wie etwa in Wien) gibt es eine Reihe von betreuungsangeboten, für die die leerstehenden Schulen genützt werden. Diese Angebote
sollen österreichweit ausgebaut werden, fordern die Elternvertreter. Gefordert seien hier vor allem die Gemeinden. Die Betreuung der Kinder könnte von LehrerstudentInnen und ErzieherInnen in der Form von Praktika erfolgen, schlagen die Elternvertreter vor. Und: Das Angebot müsse erschwinglich sein.

AK Präsident Herbert Tumpel sagte den Elternvertretern volle Unterstützung zu.

An dem Gespräch mit AK Präsident Tumpel nahmen teil: Gerhard Mader (Ö. Verband der Elternvereine an Pflichtschulen), Christine Krawarik und Hermine Schönlaub (Verband der Elternvereine an den höheren Schulen in Wien), Kurt Nekula (Ö. Kinderfreunde), Maria Smahel (Kath. Familienverband Österreichs), Heidi Jütte (Ö. Familienbund), Erich Dolezal (Hauptverband der Elternvereine an
den katholischen Schulen Österreichs).

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