Ja zu mehr Kontrolle

Erstaunliche Ergebnisse einer EU-Studie: Mehr Kontrollen könnten Unfälle um 50 % reduzieren und 70 % der EU-Bürger befürworten verstärkte Kontrollen

Wien (OTS) - Das größte Unfallrisiko sind Verkehrsteilnehmer, die sich nicht an die Vorschriften halten. Trotzdem wird relativ wenig gegen diese Gefahrenquelle unternommen. In den letzten Jahren sind Polizeikontrollen im Vergleich zum angestiegenen Verkehr sogar gesunken. Ein EU-weiter Report des europäischer Verkehrssicherheitsrats (ETSC) kommt nun zum Ergebnis, daß Unfälle europaweit um die Hälfte reduziert werden könnten, gäbe es mehr Kontrollen. Das Wissen darum, daß das eigene Fahrverhalten jederzeit überwacht und gegebenenfalls bestraft werden könnte, würde viele Lenker dazu anhalten, sich an die Fahrregeln zu halten.

Diese verstärkten Kontrollen befürworten 70 % der EU-Bürger, das ergibt die EU-weite Meinungsbefragung Sartre, in Österreich sind immerhin 62% der Befragten für mehr Kontrollen. Das Ziel der verstärkten Kontrolle liegt nicht im Sammeln von Strafmandaten, sonder dient der Verkehrssicherheit.

Das KfV schlägt vor:

Ø Effizientere Geschwindigkeitsüberwachung.
Ø Bundesweit einheitliche Strafsätze für gleichartige

Delikte.
Ø Einheitliche Tempolimits für Lkw.
Ø Mehr Kontrolle beim Angurten, sowie die Anhebung der Strafsätze

bei Mißachtung der Gurtenpflicht und der Kindersitzpflicht
von den seit den 70er Jahren unveränderten 100 öS auf 500 öS. Ø Bindende Vorschriften oder Richtlinien zur Regelung

des Abstandsverhalten und die Kameraüberwachung derselben.
Ø Bessere Kontrolle der Lenk- und Ruhezeiten beim Berufsverkehr.

Die Unfallbilanz der Vorwoche:

In der Vorwoche ereigneten sich 24 tödliche Unfälle, mit insgesamt 27 Verkehrstoten (im Vorjahr: 19 Opfer).
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen verloren 16 PKW-Insassen (davon 11 Lenker) 1, Lkw-Insasse, 3 Motorradfahrer, 1 Moped-Lenker, 4 Radfahrer und 2 Fußgänger ihr Leben.

Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (12), Vorrangverletzung (3),Überholen (1), Übermüdung (1), Unachtsamkeit (1), Reifendefekt (1), Herzversagen (1) und Fehlverhalten von Fußgänger (1) festgestellt werden.
Bei drei Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. Ein tödlich verletzter Fahrzeug-Insasse war nicht angegurtet.

Vom 1. Jänner bis zum 20. Juni d.J. gab es nach vorläufigen Zahlen 452 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 384 Menschen tödlich.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

KfV/Pressestelle/
Mag. Petra Rathmanner
e-Mail: pr@kfv.or.at
Internet: http://www.kfv.or.at
Bitte beachten Sie auch die Aussendung
des BMI (OTS0054) unter http://www.bmi.gv.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KFV/OTS