"Vorderösterreich"-Ausstellung auf der Schallaburg eröffnet

Pröll: Einheit in Vielfalt als europäisches Motto

Schallaburg (NLK) - Bei der Eröffnung der Ausstellung "Vorderösterreich - Nur die Schwanzfeder des Kaiseradlers? Die Habsburger im deutschen Südwesten" in Schloß Schallaburg erinnerte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute an die gute Tradition der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern Niederösterreich und Baden-Württemberg, die gemeinsam mit dem Kanton Aargau diese Ausstellung veranstalten. ****

Vor 25 Jahren sei die Schallaburg eines der schönsten Renaissanceschlösser als Fenster in die Welt für Geschichte- und Kulturinteressierte wiedereröffnet worden und habe in dieser Zeit 2,8 Millionen Besucher angezogen. Dieser weitblickende Schritt sei Altlandeshauptmann Andreas Maurer zu verdanken, der der Eröffnung ebenso beiwohnte wie LHStv. Liese Prokop.

Niederösterreich befinde sich an einer historischen Nahtstelle, so Pröll weiter, die im Blick zurück viel gewinne und der im Blick nach vorn viel abverlangt werden. Die Ausstellung könne eine Orientierungshilfe sein und dazu dienen, Erfahrungen aus der Geschichte mitzunehmen, um das Morgen besser gewinnen zu können. Zudem befinde sich Niederösterreich nun auch an einer europäischen Nahtstelle künftiger Erweiterung, bei der das Beispiel dieses gemeinsamen Projektes zwischen drei Regionen Europas Schule machen müßte. Das Miteinander eigenständig entwickelter Regionen sei die beste Grundlage für Europas Zukunft. Das Motto des künftigen Europa könne nur Einheit in Vielfalt lauten. Auch Europa müsse ein Heimatgefühl vermitteln, wenn es bestehen wolle.

Die "Vorderösterreich"-Ausstellung, die in Baden-Württemberg als Landesausstellung geführt wird, wurde vor der Schallaburg in Rottenburg am Neckar gezeigt und hatte dort 43.000 Besucher zu verzeichnen. Inklusive einer weiteren Station in Freiburg im Breisgau läuft sich insgesamt ein Jahr lang. Baden-Württemberg und Niederösterreich haben sie jeweils zur Hälfte finanziert. "Vorderösterreich" oder "die Vorlande" war das flächenmäßig größte Territorium im deutschen Südwesten des Heiligen Römischen Reiches, umfaßte Teile Baden-Württembergs, des Elsaß, Bayerns, der nördlichen Schweiz und Vorarlbergs bzw. rund 100 der 300 Reichsstände und wurde im Zuge der französischen Revolution 1805 im Preßburger Frieden abgetreten.

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