Sallmutter: Für Gleichstellung und gegen Diskriminierung von Homosexuellen

Österreich braucht ein Antidiskriminierungsgesetz

Wien (GPA/ÖGB). Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Hans Sallmutter, unterstützt die Forderung der Christopher-Street-Day-Kampagne nach einem Antidiskriminierungsgesetz und fordert die rechtliche
Gleichstellung von homosexuellen Lebensgemeinschaften. ++++
"Die Ausgrenzung und Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Lebensformen ist für einen modernen demokratischen Staat unwürdig", meint Sallmutter. Österreich wird immer wieder von Menschenrechtsorganisationen wegen seiner rigiden rechtlichen Bestimmungen für Homosexuelle kritisiert. "Man muss den Menschen selbst überlassen, welche Formen von Lebensgemeinschaften sie eingehen wollen. Wenn manche Menschen gleichgeschlechtliche Beziehungen wählen, dann muss das von der Mehrheit akzeptiert werden", sagt Sallmutter.
Noch immer gibt es in Österreich zahlreiche Gesetzeslücken und Bestimmungen, wodurch homosexuelle Lebensgemeinschaften diskriminiert werden, sowohl im Miet-, Sozialversicherungs- und Strafrecht. Diese Mankos müssen beseitigt werden. Nur so kann die soziale Isolation der Betroffenen aufgebrochen und Gewalt gegen Andersdenkende und Anderslebende verhindert werden, so Sallmutter. "Auch ein Teil unserer Mitglieder gehört zu den Homosexuellen. Wir wünschen ihnen viel Erfolg bei ihrem Kampf für Gleichberechtigung, Menschenrechte und Toleranz, den sie bei der Ringparade am Samstag demonstrieren", so Sallmutter.
ÖGB, 18. Juni 1999 Nr. 305

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