AK Tumpel: Flaf-Spielraum für Wertschöpfungsabgabe nützen - 2

Steuerreform Erfolg für die Arbeitnehmer

Linz (OTS) - Eine Senkung der Arbeitnehmerabgaben zum
Familientopf sei dann sinnvoll, wenn sie für eine Strukturreform genutzt werde: Das erklärt AK Präsident Tumpel zu den Überlegungen des Finanzministers, die Lohnnebenkosten senken zu wollen. Derzeit belasten die Flaf-Abgaben ausschließlich die Arbeit, damit wären arbeitsintensive Branchen benachteiligt gegenüber jenen, die mit wenig Beschäftigten schöne Gewinne machen. Daher soll der Spielraum im Familientopf dafür genützt werden, den ersten Schritt in Richtung Wertschöpfungsabgabe zu tun. Statt nur von der Lohnsumme sollen die Abgaben in Zukunft nach der Ertragskraft der Unternehmen berechnet werden. ****

Eine Umstellung der Unternehmerabgaben zum Familientopf könne mittelfristig bis zu 20.000 Arbeitsplätze schaffen, erklärte Tumpel vor der Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer. Mit den Überschüssen könne dies für die Wirtschaft aufkommensneutral gestaltet werden. Eine Senkung der Lohnnebenkosten sei dann sinnvoll, wenn sie für diese beschäftigungswirksame Strukturreform genützt werde.

Damit könne der Mangel der Steuerreform ausgemerzt werden, in der jeder Ansatz für eine Wertschöpfungsabgabe fehle. Ansonsten sei die Steuerreform ein schöner Erfolg für die Arbeitnehmer, erklärte Tumpel: AK und ÖGB hätten in den Verhandlungen erreicht, daß die Steuersenkung nun insgesamt 17 Milliarden Schilling ausmache, zu Beginn der Verhandlungen wäre nur von zehn Milliarden die Rede gewesen. Zwei Drittel der Steuersenkung bekämen jene, die weniger als 30.000 Schilling im Monat verdienen.

(Forts. mgl.)

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