ARBÖ: Neue Regelung für den Gefahrengütertransport

Für Konsenslösungen, die auf Dauer halten

Wien (ARBÖ) - Seit heute früh gilt die Verlängerung des Wochenendfahrverbotes für den Transport gefährlicher Güter auch an Freitagen bis einschließlich 15. September 1999.

Diese neue Verordnung des Verkehrsministers ist aus der Sicht
der privaten Kraftfahrer, für die der gefährliche Gütertransport an Wochenenden und nun in der Sommerreisezeit auch an Freitagen untersagt wird, zu begrüßen.

Die Wirtschaft hat massive Bedenken bei der Versorgung mit Gütern angemeldet. Dies läßt nach Ansicht des ARBÖ den Schluß zu, daß diese verkehrspolitische Maßnahme einer Akkordierung bei der Durchführung bedarf.

Der ARBÖ ruft Wirtschaft und Politik zu einer sinnvollen Lösung auf Dauer auf. Es wäre höchst gefährlich, wenn die allgemein als "rollende Bomben" bezeichneten Gefahrguttransporte nun tatsächlich von den Autobahnen abwandern und durch die Dörfer fahren.

Ebenfalls gefährlich wäre es nach Ansicht des ARBÖ, wenn die Wirtschaft Gefahrengüter mit kleineren Lkw's transportiert. Dies würde zu einer Verstärkung der ohnehin schon unerfreulichen Situation - ungarische Frächter überrollen mit kleineren Lkw's bereits seit Monaten die Autobahnen - führen.

Zweifellos kann der Gefahrenguttransport von Montag bis Donnerstag nur mit erhöhter Logistik stattfinden, damit es nicht
zu einer zusätzlichen Verstopfung der Straßen gegen die Interessen der Bevölkerung kommt.

Tatsache ist, daß der Güterverkehr für den Straßenbau einen zu geringen Beitrag leistet und die Lkw-Maut auf sich warten läßt. Tatsache ist aber auch, daß der Gefahrenguttransport auf der Schiene im derzeitigen Ausmaß nicht bewältigt werden kann.

Das allem Anschein nach unlösbare Problem bedarf nach Ansicht des ARBÖ einer auf breiter Basis ausgerichteten Behandlung durch Wirtschaft und Politik.

Ein genereller Überblick über die nunmehr geltenden Wochenendfahrverbote befindet sich auf der ARBÖ-Homepage im Internet unter http://www.arboe.at.

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