- 18.06.1999, 11:05:25
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- OTS0109
Der Klosterneuburger Maler Max Kahrer
Ausstellung dokumentiert Werk und Leben des Künstlers
St.Pölten (NLK) - Das Stadtmuseum Klosterneuburg zeigt vom 19.
Juni bis 12. September die Sonderschau "Der Klosterneuburger Maler
Max Kahrer (1878 - 1937)", die gleichzeitig den Höhepunkt des
Ausstellungsjahres 1999 darstellt. Damit soll nicht nur Kahrer als
Maler vorgestellt, sondern auch sein Leben und sein Werk in all
seiner Komplexität dokumentiert werden.
Mit Egon Schiele, Ludwig Karl Strauch, Franz Rumpler und einigen
anderen zählt Kahrer zu jener Gruppe, die um und nach der
Jahrhundertwende das Kunstleben in Klosterneuburg bestimmt haben und
deren Einfluß bis heute in zahlreichen Werken lokaler Maler wirksam
ist. Dank seines erhaltenen Tagebuches, einiger Skizzenbücher und
Kataloge, des Werkverzeichnisses und etlicher anderer bemerkenswerter
Schriftstücke sind auch viele Gedanken des Künstlers, dem
Zeitgeschehen und der Kunst seiner Zeit bekannt. Einen besonderen
Stellenwert hatten bei Kahrer vor allem die Landschaften, die den
Hauptbestand der Ausstellung bilden.
Der am 8. Juli 1878 in Temesvar in Rumänien geborene Künstler kam
als 25jähriger nach Klosterneuburg. Seine Erfüllung versuchte er in
der Malerei zu finden, doch erfährt er hiebei eine bittere
Enttäuschung, weil er seine Kunst als Broterwerb betreiben muß. Zur
Aufbesserung seiner Finanzen führt er von 1908 bis 1920 eine
"konzessionierte Malschule" und von 1926 bis 1933 einen Zeichenkurs
in der Weinbauschule. Letztlich verteilte er Essensmarken, veräußerte
seinen Privatbesitz und tauschte seine Gemälde gegen Waren und
Dienstleistungen. Sein Leid spiegelt sich vielfach auch in seinen
Werken wider. Die Ausstellung gibt unter anderem auch Einblick in
viele persönliche Dokumente des Künstlers sowie in seine Gedanken zur
politischen Lage, zu neuen wissenschaftlichen und
naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, der Meteorologie und vieles
andere mehr. Begleitend zur Ausstellung, die Samstag von 14 bis 18
Uhr sowie Sonn- und Feiertag von 10 bis 18 Uhr zu besichtigen ist,
erscheint auch eine Publikation über Max Kahrer.
Nähere Auskünfte gibt es unter der Telefonnummer 02243/444-340
oder 286.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/200/2163
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VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
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