Der Klosterneuburger Maler Max Kahrer

Ausstellung dokumentiert Werk und Leben des Künstlers

St.Pölten (NLK) - Das Stadtmuseum Klosterneuburg zeigt vom 19.
Juni bis 12. September die Sonderschau "Der Klosterneuburger Maler Max Kahrer (1878 - 1937)", die gleichzeitig den Höhepunkt des Ausstellungsjahres 1999 darstellt. Damit soll nicht nur Kahrer als Maler vorgestellt, sondern auch sein Leben und sein Werk in all seiner Komplexität dokumentiert werden.

Mit Egon Schiele, Ludwig Karl Strauch, Franz Rumpler und einigen anderen zählt Kahrer zu jener Gruppe, die um und nach der Jahrhundertwende das Kunstleben in Klosterneuburg bestimmt haben und deren Einfluß bis heute in zahlreichen Werken lokaler Maler wirksam ist. Dank seines erhaltenen Tagebuches, einiger Skizzenbücher und Kataloge, des Werkverzeichnisses und etlicher anderer bemerkenswerter Schriftstücke sind auch viele Gedanken des Künstlers, dem Zeitgeschehen und der Kunst seiner Zeit bekannt. Einen besonderen Stellenwert hatten bei Kahrer vor allem die Landschaften, die den Hauptbestand der Ausstellung bilden.

Der am 8. Juli 1878 in Temesvar in Rumänien geborene Künstler kam als 25jähriger nach Klosterneuburg. Seine Erfüllung versuchte er in der Malerei zu finden, doch erfährt er hiebei eine bittere Enttäuschung, weil er seine Kunst als Broterwerb betreiben muß. Zur Aufbesserung seiner Finanzen führt er von 1908 bis 1920 eine "konzessionierte Malschule" und von 1926 bis 1933 einen Zeichenkurs in der Weinbauschule. Letztlich verteilte er Essensmarken, veräußerte seinen Privatbesitz und tauschte seine Gemälde gegen Waren und Dienstleistungen. Sein Leid spiegelt sich vielfach auch in seinen Werken wider. Die Ausstellung gibt unter anderem auch Einblick in viele persönliche Dokumente des Künstlers sowie in seine Gedanken zur politischen Lage, zu neuen wissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, der Meteorologie und vieles andere mehr. Begleitend zur Ausstellung, die Samstag von 14 bis 18 Uhr sowie Sonn- und Feiertag von 10 bis 18 Uhr zu besichtigen ist, erscheint auch eine Publikation über Max Kahrer.

Nähere Auskünfte gibt es unter der Telefonnummer 02243/444-340 oder 286.

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