Österreichs Tourismus muß international wettbewerbsfähig bleiben

Belangsendung der WKÖ am 22.6.99 um 5:52 auf Ö1

Vorgang - In eineinhalb Jahren zahlen mehr als 260 Millionen Menschen in elf EU-Ländern in einer Währung. Kein Umrechnungskurs verdeckt dann mehr die Unterschiede von Preisen und Löhnen in einem Europa, das von Palermo bis Helsinki reicht. Und aus dem jedes Jahr Millionen Gäste nach Österreich kommen. Das bedeutet harte Konkurrenz für einen der wichtigsten Wirtschaftszweige Österreichs, den Tourismus. Es gilt, die Tourismusbranche für diese Zeit fit zu machen. Österreich als krisensicheres Tourismusland mit Nullinflation ist nach einigen harten Jahren bei den Gästen wieder gefragt. Das muß so bleiben, meint der Obmann der Sektion Tourismus der Wirtschaftskammer Österreich, der Tiroler Hotelier Hansjörg Kröll. ****

"Wir müssen die Preisstabilität Österreichs an unsere Gäste weitergeben können. Dabei darf man uns keine Kostenexplosion aufhalsen. Allein die kommunalen Gebühren, die Müllabfuhr, Wasser und dergleichen mehr steigen im Jahr um 20 bis 30 Prozent."

Es gibt aber auch Probleme mit der Umsetzung der Brüsseler Richtlinien über Hygiene in Haus und Küche. Die österreichischen Behörden haben ihretwegen so harte Kontrollen eingeführt, daß diese von vielen Unternehmern als Schikane empfunden werden.

"Wir fordern deshalb die Gesetzgebung vor allem in Österreich, aber auch in Brüssel auf, Regelungen zu schaffen, die für die Tourismusunternehmen realisierbar, vernünftig, kontrollierbar und kostenmäßig erträglich sind."

Und vor allem braucht der Tourismus einheitliche, europäische Steuernormen. Die heimischen Tourismusbetriebe dürfen nicht mehr belastet sein, als die Konkurrenz im übrigen Europa. Derzeit sind in der Europäischen Union neun Millionen Menschen im Tourismus beschäftigt. Die Europäische Kommission schätzt, daß in den nächsten Jahren mehr als drei Millionen dazukommen werden, und Tourismusmanager Kröll meint: "Das östereichische Gastgewerbe und die Hotellerie verschaffen schon jetzt mehr als 160.000 Frauen und Männern einen sicheren Arbeitsplatz. Wir wollen am europäischen Beschäftigungswachstum unseren Anteil haben. Dazu brauchen wir gesunde und leistungsfähige Betriebe und entsprechende Rahmenbedingungen."
(Schluß) Pt

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