DRIEMER: Neuen Kollektivvertrag für die Maler, Lackierer und Schilderhersteller durchgesetzt

Sozial- und Zukunftspartnerschaft hat Erfolg, wenn die Partner es auch wirklich wollen

Wien (GBH/ÖGB). Die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) konnte bei der Kollektivvertragsverhandlung für die Berufsgruppe der Maler, Lackierer und Schilderhersteller für die rund 20.000 ArbeitnehmerInnen in der ersten Verhandlungsrunde einen neuen Kollektivvertrag (KV) durchsetzen. Dadurch konnte der seit 1. Mai 1999 herrschende vertragslose Zustand im Bereich der Löhne, der
von öffentlichkeitswirksamen GBH-Protestaktionen begleitet wurde, beendet werden. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz
und ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer bezeichnete den zweijährigen KV-Abschluss als "ein positives Ergebnis der vergleichbar mit den anderen Gruppen des Bauhilfs- und Baunebengewerbes ist. Damit
bleibt auch in diesem KV-Bereich die Vertragskontinuität gewahrt."++++

Einkommensverbesserung durchgesetzt

"Der Abschluss des neuen Kollektivvertrages für die Tausenden ArbeitnehmerInnen dieser Berufsgruppe bedeutet eine Weiterentwicklung der Realeinkommen. Letztendlich ist die Bundesinnung sowie ihre neun Landesinnungen der Maler, Lackierer
und Schilderhersteller der legitimen Forderung der Berufsgruppe Maler & Lackierer nach einer kollektivvertraglicher Einkommensverbesserung und zu einem raschen bundesweiten Vertragsabschluss zu kommen, in einer sozialpartnerschaftlichen
und konstruktiven Verhandlungsrunde nachgekommen", betonte
Driemer.

Im Detail wurden folgende Inhalte im neuen Kollektivvertrag von
den KV-Partnern vereinbart:

Laufzeit des Vertrages: 1. Mai 1999 bis 30. April 2001
Für den Monat Mai 1999 gebührt jedem/r ArbeitnehmerIn eine einmalige Abschlagszahlung von öS 300,- .

Ab 1. Juni 1999 werden die geltenden KV-Mindestlöhne um öS 1,80 und ab 1. Mai 2000 um weitere öS 1,90 erhöht.

Die geltenden Lehrlingsentschädigungen werden ab 1. Mai 1999 um 2,1% und ab 1. Mai 2000 um weitere 2,1% erhöht.

In der bisherigen Regelung der Parallelverschiebung tritt keine Änderung ein.

Es wird eine Arbeitsgruppe der KV-Vertragspartner eingesetzt,
die sich mit den Fragen einer bundeseinheitlichen Lohnordnung und Lohnsätzen sowie mit dem Urlaubszuschuss beschäftigt.

GBH & Kollektivverträge sind starke Partner

Abschliessend betonte GBH-Bundesvorsitzender Driemer, "dass sich Löhne weder automatisch noch per Gesetz erhöhen, sondern von starken Gewerkschaften ausgehandelt werden. Wenn die Arbeitgeberseite bereit ist, die legitime Forderung der ArbeitnehmerInnen einer Einkommensverbesserung zu respektieren,
hat die Sozial- und Zukunftspartnerschaft auch in Zukunft
weiterhin Erfolg." (Bac-)

ÖGB, 18. Juni 1999 Nr. 303

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