Hintner: Gendarmeriegewerkschaft klagt über Personalmangel

Bezirk Mödling wird personell ausgehöhlt

Niederösterreich, 18.6.1999 (NÖI) "Die Zunahme strafbarer Delikte im Bezirk Mödling beantwortet der Innenminister mit der Aushöhlung des Personalstandes", erklärte heute der Bezirksobmann des ÖAAB-Mödling, LAbg. Hans Stefan Hintner - und die Gendarmeriegewerkschaft schlägt Alarm: Entgegen dem Bundestrend stieg die Kriminalität im Bezirk Mödling an: Wurden 1997 noch 12.766 Delikte zur Anzeige gebracht, waren es im vergangenen Jahr bereits 12.967. Im Jahr 1998 mußten fast genauso viele Gerichtsanzeigen gegen unbekannte Täter bearbeitet werden, wie in anderen zwölf niederösterreichischen Bezirken zusammen.****

"Schon 1994 wurde vom damaligen Innenminister schriftlich bestätigt, daß die Gendarmerie im Bezirk Mödling an der Grenze ihrer Belastbarkeit steht. Nach der derzeitigen Arbeitsbelastung müßte der Personalstand 250 Beamte betragen – durch Zuteilungen und Versetzungen zu Sondereinheiten sowie in andere Bezirke – stehen aber nur 216 Beamte für die Sicherheit des Bezirks zur Verfügung", so Hintner, der von einem unhaltbaren Zustand spricht.

Die Forderung der Gendarmeriegewerkschaft, den Personalstand zumindest auf den systemisierten Stand von 238 Beamten zu heben, wird von Hintner voll unterstützt. "So wie die Bevölkerung das Recht auf Sicherheit hat, haben die Kolleginnen und Kollegen der Gendarmerie das Recht auf zumutbare Arbeitsbedingungen", sagte der Abgeordnete abschließend.
- 2 -

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV/NÖI