Ausdehnung der Ferienreiseverordnung stößt auf massiven Protest der Wirtschaft Puttinger: Diese unsinnige Verordnung muß sofort zurückgenommen werden!

Salzburg (OTS) - "Die Wirtschaftskammer Salzburg fordert Verkehrsminister Einem auf, die überfallsartig erlassene Änderung der Ferienreiseverordnung schleunigst zurückzuziehen", stellte am Donnerstag, 17. 6., der Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg, NR-Abg. Dkfm. Dr. Günter Puttinger, fest. Scharfen Protest legen die Wirtschaftskammer und mit ihr die betroffenen Branchen weiters dagegen ein, daß die Verordnung völlig über die Köpfe der betroffenen Unternehmen und ihrer Interessenvertretung hinweg erlassen wurde -eine Begutachtung, die auf die gröbsten Ungereimtheiten hinweisen hätte können, wurde der Wirtschaftskammer von Verkehrsminister Einem vorenthalten. "Diese obrigkeitshafte und dirigistische Vorgangsweise des Verkehrsministers ist eine unakzeptable Zumutung gegenüber der Wirtschaft Österreichs", kritisiert Puttinger. Er weist auch mit allem Nachdruck zurück, daß für diese unsinnige Verordnung eine Zustimmung des Ministerrates vorliegt. Diese wirtschaftsschädigende Verordnung sei einmal mehr ein Alleingang Einems. Dr. Puttinger forderte den Verkehrsminister auf, seinen "Kreuzzug gegen den LKW" und damit gegen die gesamte Wirtschaft endlich einzustellen. Die Verordnung, am Mittwoch, 16. 6., erlassen und bereits ab Freitag, 18. Juni, wirksam, zwingt österreichische Betriebe und ausländische Unternehmen unserer wichtigsten Handelspartnerländer ohne Vorwarnung innerhalb kürzester Zeit zu umfangreichen logistischen Änderungen. Auch beim besten Willen und bei aller Flexibilität können Unternehmen nicht innerhalb eines Tages die Vertriebs- und Transportwege für ganze drei Monate ändern. Für größte Probleme sorgt die Verordnung bei den Tankstellenunternehmen und im Mineralölhandel. So können Tankstellen, die gerade in der Hauptreisezeit einen erhöhten Bedarf an Treibstoffen aufweisen, am Samstag nicht mehr beliefert werden. Es ist zu fürchten, daß gerade an stark befahrenen Strecken Autofahrer, unter ihnen viele Touristen, ohne Treibstoff auf der Strecke bleiben. Ähnliches gilt für die Belieferung von Gastronomiebetrieben oder Hotels mit Heizöl, Gas oder Diesel. "Damit versetzt der Verkehrsminister dem Tourismus-Image des Landes einen weiteren gefährlichen Schlag", warnt Dr. Puttinger vor den Konsequenzen. Vielfach ist es den Brennstoffhändlern und -transporteuren betriebsintern unmöglich, die Arbeit von bisher fünf bzw. fünfeinhalb Tagen auf künftig vier Wochentage aufzuteilen. Da ja auch gesetzliche Lenker- und Arbeitszeitbeschränkungen existieren, kann der Verlust von eineinhalb Tagen auch durch noch so großen Einsatz der Fahrer nicht wettgemacht werden, wie Firmen des Mineralölhandels nachweisen. Offensichtlich bedenkt Einem in seiner verheerenden "Schnellschuß-Politik" auch nicht, daß sich durch eine Verringerung der Fahrtzeiten Verkehrsdichte und Gefahrenpotential auf vier Tage konzentrieren, somit insgesamt das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung hervorgerufen wird. "Für eine derartige wirtschaftsschädliche Ausdehnung der Ferienreiseverordnung besteht überhaupt kein Anlaß", erklärt der Salzburger Wirtschaftskammerpräsident. Mit der derzeit bestehenden Ferienreiseverordnung samt bestehendem Wochenendfahrverbot könne leicht das Auslangen gefunden werden. WK-Präsident Dr. Puttinger: "Ich fordere Verkehrsminister Einem auf, die neue Verordnung zurückzunehmen und die alte Ferienreiseverordnung wieder in Kraft zu setzen."

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