Ehrenmedaille in Gold für Inge Morath

Wien, (OTS) Inge Morath erhielt am Donnerstag nachmittag im Roten Salon des Wiener Rathauses die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold. Kulturstadtrat Peter Marboe, der
die Laudatio für eine "Ausnahmekünstlerin", "eine der Großen der Photographie" hielt, verwies auf ein Zitat von Peter Altenberg,
der gesagt hat: "Einen Menschen mit einem Satz schildern, ein Erlebnis der Seele auf einer Seite, eine Landschaft mit einem
Wort". Ähnliches vermöge eben Inge Morath mit ihren Photographien, mit denen sie sich - gemäß ihrem Satz "man traut seinem Auge und entblößt seine Seele" selbst einbringe. Ihre Photographie sei in diesem Sinn immer auch ein Ausdruck von Zuneigung, von Liebe.
Nach journalistischem Beginn im Nachkriegs-Wien ging Inge Morath nach Paris ("Wir stiegen mit viel Proviant und wenig Geld versehen in einen Zug von Wien nach Paris und blieben in Paris"), wo sie
bei der Photoagentur "Magnum" Fuß faßte und schließlich Mitglied und Assistentin von Henri Cartier-Bresson wurde. Zuvor hatte sie bereits unter Pseudonym (der Umkehrung ihres Namens in Egni Tarom) Photos veröffentlicht und Antworten wie folgende erhalten: "Herr Tarom, sie haben ein gutes Auge, aber ihre Technik läßt zu wünschen übrig".

Seit 1955 erstes weibliches Vollmitglied bei "Magnum", war
ihre Karriere nicht mehr zu stoppen: Veröffentlichungen in "Life", "Paris Match", "Vogue", "Picture Post", etc, Bücher wie "Fiesta in Pamplona", "Venice Observed", "In Russia" oder - ein Wien-Buch -"Der Liebe Augustin", Zusammenarbeit mit Autoren wie Mary Mc
Carthy oder ihrem Ehemann Arthur Miller, Foto-Reisen in alle Welt und Ausstellungen von New York und Chicago bis Zürich, Rotterdam, Berlin oder Moskau und nun wieder in Wien. (Schluß) gab

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